Intelligente Fantasy der besonderen Art

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Thomas Plischke hat mit diesem Buch einen Fantasy-Roman der besonderen Art geschaffen. Die Zwerge von Amboss – Die zerrissenen Reiche 1, sind der Auftakt zu einer Fantasy-Reihe. Das besondere an dieser Reihe ist, das Plischke den Spieß mal umgedreht hat. Die Welt wird nicht von uns Menschen beherrscht. Die Zwerge sind diejenigen die eine gut aufgebaute Infrastruktur haben und im Besitz hochwertiger Technologie sind. Die Menschen fliehen aus ihrer zerstörten Welt in das Reich der Zwerge. Dort verdingen sie sich entweder als Schmuggler, Prediger oder werden Diener der Zwerge. Manche Zwerge bekommen dadurch einen richtigen Hass auf die Menschen, und versuchen sie zu steuern und den ganzen Zwergenbund gegen die Menschen aufzuhetzen.

Die wichtigsten Personen in diesem Buch sind die Zwerge Garep, Bugeg ,Himek und Karu. Garep steht am Anfang auf Seiten der Zwerge, aber durch ein undurschaubares Ränkespiel muss auch er sich seiner Haut bald erwehren und ist auf der Flucht. Bugeg, Gareps ehemaliger Gehilfe, hat einen Zorn gegen die Menschen und auch gegen Zwerge, die höher gestellt sind als er. Er ist geblendet von seinem Hass. Himek ist ein Leiböffner, der bald erkennen muss das in seiner Arbeitsstätte nicht alles mit rechten Dingen zugeht, und das es Leben rettet, wenn man ungehorsam ist, und nicht allen Befehlen blind folgt. Karu, ist eine Sucheranwärterin, dadurch das ihr Vater eine hohe Position im Bund der Zwerge innehat, soll sie früher als die anderen Anwärter zu einer Sucherin erhoben werden.
Die menschlichen Zwillinge Sira und Siris sind sehr unterschiedlich Sira lebt schon lange im Zwergenbund und verdingt sich als Schmugglerin. Siris ist eigentlich ein Bestienjäger, der aber auch in den Bund der Zwerge kommt, da er annimmt, dass seine Schwester in Gefahr ist.
Die Halblinge Eluki und Ulaha sind zwei Gegensätze. Während Eluki eine hohe Bürotätigkeit einnimmt und ein paar Fäden lenken kann, ist Ulaha in einem Gefängnis/Klinik gefangen und muss absurde Versuche über sich ergehen lassen.

Thomas Plischke hat sehr viele Gesellschaftskritische Aspekte in seinen Roman eingebaut. So kann man zum Beispiel den Rassenhass, den Bugeg empfindet auch auf unsere Gesellschaft übertragen. Menschen aus anderen Ländern kommen in ein Land, die Arbeitsplätze werden unsicher und immer weniger. Genau diese Aspekte gibt es auch in der Zwergenstadt Amboss.
Die zerrissenen Reiche, die man gerne wieder einigen will, erinnert an die Geschichte Chinas, wo zehn Königreiche wieder geeint wurden.
Plischke schafft es ohne Übertreibung einen Spiegel den Leser vorzuhalten, und vielleicht regt dieser Roman den ein oder anderen zum nachdenken an. Das Wort „Intelligente-Fantasy“ ist bei diesem Roman sicher nicht unangebracht.
Man darf gespannt sein auf den nächsten Band.