Charmante Politsatire mit viel Augenzwinkern

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David Safiers Leseprobe zu „00-Laschet“ verspricht ein herrlich amüsantes Leseerlebnis. Es macht von der ersten Seite an großen Spaß, Armin bei seinem Amtsantritt als frischgebackener Bundespräsident im Schloss Bellevue zu begleiten. Der Autor schafft es sofort, eine humorvolle und leichtfüßige Atmosphäre aufzubauen.

Armin wird als wunderbar nahbarer, fast schon rührend naiver Charakter gezeichnet. Seine kleinen Macken – wie das Pony-hafte Schütteln gegen schlechte Gedanken, das nostalgische Schwelgen in der Musik der 80er Jahre und seine chronische Unfähigkeit, ein Namensdossier rechtzeitig zu lesen – machen ihn sofort sympathisch. Die Dialoge sind pointiert und strotzen vor feiner Ironie, besonders wenn Armin auf seine neue Social-Media-Beraterin Kimmi oder die unnahbare Chefsekretärin Sigrun Harren trifft, die schon seit Gustav Heinemann die Fäden im Schloss zieht.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und voller amüsanter Seitenhiebe auf die echte deutsche Politiklandschaft (inklusive kleiner Spitzen gegen Markus Söder). Der Cliffhanger am Ende des Kapitels – die mysteriöse Nachricht von Frank-Walter über einen „Vorgesetzten“ – wirft sofort Fragen auf und weckt die Neugier.

Fazit: Ein gelungener, humorvoller Auftakt, der große Lust auf das komplette Buch macht. Ich würde gerne wissen wie es weiter geht