Ein Fest der Selbstironie

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Schon das Cover ist ein absoluter Geniestreich! Es zeigt Armin Laschet im eleganten schwarzen Anzug, wie er breit grinsend mit einem Föhn in der Hand posiert. Dieser herrlich absurde Anblick bringt den Inhalt des Buches perfekt auf den Punkt: Man ahnt sofort, dass hier die geballte Ladung Selbstironie auf einen wartet. Es ist eine wunderbare Hommage an James Bond – nur eben mit der sympathischen Ausstrahlung eines Mannes, der sich einfach freut, nicht Kanzler geworden zu sein.
Wer auf den ersten Seiten eine trockene Polit-Biografie erwartet, wird grandios überrascht. Die Lektüre startet mit dem Einzug ins Schloss Bellevue, bei dem Armin seinem neuen Amt als Bundespräsident erwartungsvoll entgegenblickt. Seine größte Hoffnung ist zunächst, dass er im Gegensatz zum Bundeskanzler keine schweren Entscheidungen treffen muss, sondern sich auf Empfänge, guten Wein und ein paar hübsche Reden freuen darf. Doch Safier wäre nicht Safier, wenn er das nicht auf die Spitze treiben würde!Als sich urplötzlich eine Geheimtür in seinem Büro öffnet und die Zentrale eines streng geheimen Geheimdienstes enthüllt wird, kippt die Stimmung urkomisch. Die Art und Weise, wie Armin auf diese neue, weltrettende Mission reagiert, ist urkomisch, charmant und herrlich unaufgeregt. Der Kontrast zwischen dem stets gut gelaunten, etwas überforderten Armin und der knallharten Spionagewelt ist genial konstruiert.