Lustig, ironisch und unterhaltsam
Armin Laschet ist – nachdem er bei der Kanzlerwahl unterlegen war – nun Nachfolger von Franz-Walter Steinmeier, also Bundespräsident geworden. Wer sich, wie ich, auch schon gefragt hat, warum die Bundesrepublik Deutschland eigentlich einen Bundespräsidenten braucht, erfährt es hier auf lustige, ironische und unterhaltsame Art. Schneller als ihm lieb ist lernt Armin Laschet, dass es eine viel wichtigere Aufgabe des Bundespräsidenten gibt als nur die Bundesrepublik Deutschland zu repräsentieren: Seine Auslandreisen dienen vor allem dazu, Mitglieder eines unter dem Schloss Bellevue angesiedelten Geheimdienstes in politische oder gesellschaftlich relevante Veranstaltungen einzuschleusen, damit sie dort ihre Aufgaben erfüllen können. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern – Leserinnen und Leser ahnen es bereits – verläuft die Kooperation mit Laschet aber weniger problem- und reibungslos. Zunächst langsam, dann immer rasanter wird Laschet in ein Szenario gezogen, das auch eines James Bonds würdig gewesen wäre.
Mich hat das Buch vor allem interessiert, weil ich die Hörbücher mit Miss Merkle sehr unterhaltsam fand und David Safier es dort sehr gut geschafft hat, reelle Eigenschaften der Protagonisten in einen völlig anderen Kontext zu übertragen und dabei eine gute Mischung aus Realitätsnähe und Überzeichnung zu schaffen. Das gelingt ihm auch bei „00-Laschet“ meiner Meinung nach sehr gut. Die Handlung entwickelt sich sehr schnell und enthält ein paar überraschende Wendungen – die bei einer längeren Ausarbeitung vielleicht noch etwas realitätsnaher gewirkt hätten. Wobei Realitätsnähe jetzt sicher nicht der zentrale Anspruch an eine solche Geschichte ist. Zentraler war für mich die positive Botschaft, nämlich dass Denken und Handeln außerhalb der Norm und ein von außen als wenig perfekt angesehener Mensch, auch – oder gerade dadurch - wertvolle Beiträge leisten kann, die nicht von ihm erwartet werden. Sehr unterhaltsam fand ich auch die vielfältigen Bezüge zur aktuellen politischen Lage und aktuell lebenden Personen (u.a. Bratt Pit, Charles und Camilla und Madonna), die aus meiner Sicht ebenfalls mit viel sympathischer Ironie gelungen sind.
Alles in allem war das Buch sehr gut zu lesen und ich habe es vor allem deshalb gerne gelesen, weil es durch seine sehr gut gelungene, leicht ironische Perspektive eine sehr wertschätzende Sicht auf die Protagonisten und eine etwas distanzierte Sicht auf die Welt vermittelt. Das Fazit des Buches, „nehmt Euch nicht so ernst und wechselt mal die Perspektive, dann ist das Leben einfacher“ ist sehr unterhaltsam (und auf keinen Fall belehrend) umgesetzt.
Mich hat das Buch vor allem interessiert, weil ich die Hörbücher mit Miss Merkle sehr unterhaltsam fand und David Safier es dort sehr gut geschafft hat, reelle Eigenschaften der Protagonisten in einen völlig anderen Kontext zu übertragen und dabei eine gute Mischung aus Realitätsnähe und Überzeichnung zu schaffen. Das gelingt ihm auch bei „00-Laschet“ meiner Meinung nach sehr gut. Die Handlung entwickelt sich sehr schnell und enthält ein paar überraschende Wendungen – die bei einer längeren Ausarbeitung vielleicht noch etwas realitätsnaher gewirkt hätten. Wobei Realitätsnähe jetzt sicher nicht der zentrale Anspruch an eine solche Geschichte ist. Zentraler war für mich die positive Botschaft, nämlich dass Denken und Handeln außerhalb der Norm und ein von außen als wenig perfekt angesehener Mensch, auch – oder gerade dadurch - wertvolle Beiträge leisten kann, die nicht von ihm erwartet werden. Sehr unterhaltsam fand ich auch die vielfältigen Bezüge zur aktuellen politischen Lage und aktuell lebenden Personen (u.a. Bratt Pit, Charles und Camilla und Madonna), die aus meiner Sicht ebenfalls mit viel sympathischer Ironie gelungen sind.
Alles in allem war das Buch sehr gut zu lesen und ich habe es vor allem deshalb gerne gelesen, weil es durch seine sehr gut gelungene, leicht ironische Perspektive eine sehr wertschätzende Sicht auf die Protagonisten und eine etwas distanzierte Sicht auf die Welt vermittelt. Das Fazit des Buches, „nehmt Euch nicht so ernst und wechselt mal die Perspektive, dann ist das Leben einfacher“ ist sehr unterhaltsam (und auf keinen Fall belehrend) umgesetzt.