Witzig, nervös und unglaublich nah dran
Die Leseprobe liest sich wie ein einziger innerer Monolog voller Nervosität, Humor und Herzklopfen. Neon steht kurz vor seinem ersten Mal – und alles in ihm spielt verrückt: Gedanken, Körper, Zweifel, Erwartungen. Jason Reynolds trifft diesen Moment unglaublich ehrlich, ohne Kitsch und ohne peinlich zu werden. Besonders stark fand ich den lockeren Ton, der gleichzeitig Respekt, Unsicherheit und echte Gefühle transportiert. Man muss sich auf die Gedankenflut einlassen, denn Handlung im klassischen Sinn gibt es kaum. Dafür fühlt sich alles extrem authentisch an – fast so, als würde man selbst mit im Badezimmer stehen. Ein sehr nahes, sensibles Buch über Liebe, Angst und das Erwachsenwerden.