Gut geschrieben!
24 Sekunden ab jetzt hat mich beim Lesen berührt auf eine Weise, die ich so bei einem Jugendbuch nicht unbedingt erwartet hätte. Was mir besonders gefallen hat, ist der authentische, sehr direkte Ton, der mich ganz nah an die Gedankenwelt der Hauptfigur gebracht hat. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, wirklich in den Kopf des Protagonisten einzutauchen mit all der Nervosität, Unsicherheit und diesen kleinen inneren Monologen, die sich bei vielen von uns wohl ähnlich anfühlen würden. Für mich war es keine einfache „Geschichte über das erste Mal“, sondern eher eine ehrliche, respektvolle Reflexion darüber, wie sich Nähe, Vertrauen und Respekt anfühlen können, wenn man sich wirklich auf jemanden einlassen will. Dieses Buch schafft es, eine Situation, über die oft entweder geschwiegen oder nur plakativ gesprochen wird, mit Respekt und Sensibilität zu erzählen, ohne schamhaft zu wirken oder Klischees zu bedienen.