Gute Idee, starke Leseprobe – aber zu wenig Entwicklung
„24 Sekunden ab jetzt“ beginnt vielversprechend. Schon Cover und Thema machen neugierig: Das erste Mal wird hier konsequent aus der Perspektive eines Jungen erzählt, was selten ist und grundsätzlich eine wichtige, spannende Herangehensweise darstellt. Die Leseprobe überzeugt mit Tempo, Nähe und einer intensiven Gedankenwelt, die sofort emotional abholt.
Der Roman bleibt sehr stark in Neons Kopf. Jason Reynolds setzt auf einen stark inneren, jugendlichen Erzählstil, der die Unsicherheit, Nervosität und Selbstbeobachtung seines Protagonisten spürbar macht. Zu Beginn wirkt das frisch und ungewöhnlich, im Verlauf des gesamten Buches jedoch zunehmend ermüdend. Die vielen inneren Monologe und gedanklichen Wiederholungen lassen die Handlung trotz der kurzen Kapitel erstaunlich langatmig wirken.
Inhaltlich verschiebt sich der Fokus zunehmend weg vom eigentlichen Kern – dem ersten Mal und der damit verbundenen Gefühlswelt – hin zu Alltagsaspekten wie Familie, Freundeskreis und Neons Nebenjob. Das ist grundsätzlich nicht uninteressant, nimmt dem Buch aber emotionale Spannung. Gerade weil das Thema so viel Potenzial bietet, hätte ich mir mehr emotionale Entwicklung, Intensität und Zuspitzung gewünscht.
Auch die Struktur empfand ich als anstrengend: Die zeitlichen Rückblenden, die sich Kapitel für Kapitel weiter ausdehnen, wiederholen sich inhaltlich oft und bremsen den Lesefluss. Ab etwa der Hälfte habe ich viele Seiten nur noch überflogen, weil mir Tempo und emotionale Dynamik fehlten.
Ich denke, „24 Sekunden ab jetzt“ wird vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich in diesem sehr gedankenlastigen Stil wiederfindet. Für mich persönlich blieb das Buch trotz guter Idee und starker Ausgangslage hinter den Erwartungen zurück. Die Leseprobe war für mich deutlich stärker als der Roman insgesamt. Ein solides Buch mit wichtigem Thema – aber leider keines, das mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.
Der Roman bleibt sehr stark in Neons Kopf. Jason Reynolds setzt auf einen stark inneren, jugendlichen Erzählstil, der die Unsicherheit, Nervosität und Selbstbeobachtung seines Protagonisten spürbar macht. Zu Beginn wirkt das frisch und ungewöhnlich, im Verlauf des gesamten Buches jedoch zunehmend ermüdend. Die vielen inneren Monologe und gedanklichen Wiederholungen lassen die Handlung trotz der kurzen Kapitel erstaunlich langatmig wirken.
Inhaltlich verschiebt sich der Fokus zunehmend weg vom eigentlichen Kern – dem ersten Mal und der damit verbundenen Gefühlswelt – hin zu Alltagsaspekten wie Familie, Freundeskreis und Neons Nebenjob. Das ist grundsätzlich nicht uninteressant, nimmt dem Buch aber emotionale Spannung. Gerade weil das Thema so viel Potenzial bietet, hätte ich mir mehr emotionale Entwicklung, Intensität und Zuspitzung gewünscht.
Auch die Struktur empfand ich als anstrengend: Die zeitlichen Rückblenden, die sich Kapitel für Kapitel weiter ausdehnen, wiederholen sich inhaltlich oft und bremsen den Lesefluss. Ab etwa der Hälfte habe ich viele Seiten nur noch überflogen, weil mir Tempo und emotionale Dynamik fehlten.
Ich denke, „24 Sekunden ab jetzt“ wird vor allem ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich in diesem sehr gedankenlastigen Stil wiederfindet. Für mich persönlich blieb das Buch trotz guter Idee und starker Ausgangslage hinter den Erwartungen zurück. Die Leseprobe war für mich deutlich stärker als der Roman insgesamt. Ein solides Buch mit wichtigem Thema – aber leider keines, das mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.