Eine Autorin ermittelt

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allie-19 Avatar

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Hannah ist Autorin. Sie hat schon mehrere Romane geschrieben, die nicht wirklich zum Erfolg geführt haben. Das ändert sich jedoch nachdem sie ihren ersten Krimi geschrieben hat der durch die Decke gegangen ist. Allerdings hasst Hannah diesen Roman und möchte nicht nur auf diesen "Frauenkrimi" reduziert werden. Nachdem sie dann bei einem Interview die Beherrschung verliert schickt ihr Lektor sie für eine Auszeit nach Sizilien.

Dort soll sie ein wenig Kraft tanken und endlich mit ihrem zweiten Krimi beginnen für den sie bereits einen ordentlichen Vorschuss bekommen und diesen bereits ausgegeben hat.

Nicht nur das Hannah absolut keine Lust dazu hat einen weiteren Krimi zu schreiben, nein, sie hat auch noch eine Schreibblockade. Der Vertrag ist aber nun mal unterschieben und der Vorschuss ist futsch.

In Sizilien angekommen denkt Hannah gar nicht daran mit dem Buch zu beginnen, sie genießt erstmal das Wetter, die Umgebung und das gute Essen in einem Restaurant in der Nähe. Dort lernt sie ein äußerst wohlhabendes Ehepaar kennen.

Die Umstände entwickeln sich so, das Hannah gemeinsam mit dem Ehepaar in deren Villa landet. Es wird ein feucht, fröhlicher Abend mit gutem Essen und viel Wein.
Am frühen Morgen wird Hannah von der vollkommen aufgelösten Haushälterin geweckt. Die Hausherrin liegt ermordet in der Küche, der Ehemann ist verschwunden und Hannah hat von alledem nichts mitbekommen.

Hannah wird verhaftet und wird zu einer der Hauptverdächtigen. Nachdem Hannah wieder auf freien Fuß gesetzt wird beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln wer der Mörder ist.

Mir hat der Roman gut gefallen, ich wollte immer wissen wie es weiter geht und was als nächstes passiert. Es ist eher schwierig das Buch zwischenzeitlich aus der Hand zu legen da es äußerst spannend ist.
Die sehr kurz gehaltenen Kapitel haben mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig. Allerdings muss ich sagen das Hannah mir eher unsympathisch gewesen ist. Ihr Verhalten war stellenweise unerträglich. Ohne Alkohol kann sie nicht existieren. Den Erzählstrang mit Margrèt hätte ich nicht gebraucht das war für mein Empfinden überflüssig.

Des weiteren ist es hier Erwähnenswert das man als Leser tolerant sein muss der Geschichte gegenüber da hier alles sehr unrealitisch ist. Wenn eine Privatperson ermitteln würde und sich permanent in die Polizeiarbeit einmischen würde und immer wieder Grenzen überschreitet, absolut undenkbar.

Die Aufklärung war das einzige was mir nicht zugesagt hat. Für mich war das nach diesem tollen Roman ein wenig zu plump und enttäuschend.

Mein Fazit
Ein toller spannender und kurzweiliger Krimi, leider aber auch äußerst unrealistisch. Sehr gut zum Nebenbei weglesen geeignet.
Leseempfehlung?
Ja, auf jeden Fall.