Leicht, unterhaltsam, aber wenig tiefgehend

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fiyero Avatar

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39 Grad Mord bietet genau das, was man bei einem sommerlichen Krimi erwartet: eine atmosphärische Kulisse, ein spannender Ausgangspunkt und eine Geschichte, die sich angenehm und schnell lesen lässt. Gerade das Setting mit Sonne, Meer und italienischem Flair macht das Buch zur idealen Urlaubslektüre – perfekt für den Strand oder entspannte Nachmittage.

Allerdings bleibt die Geschichte insgesamt eher an der Oberfläche. Weder die Handlung noch die Figuren entwickeln eine besondere Tiefe, vieles wirkt recht gradlinig und wenig komplex. Das nimmt dem Buch zwar nicht seinen Unterhaltungswert, sorgt aber dafür, dass es nicht lange nachhallt.

Auch das Verhalten einiger Charaktere wirft gelegentlich Fragen auf – besonders bei der Hauptfigur. Gerade in einer Situation, in der sie selbst unter Mordverdacht steht und gleichzeitig ermitteln möchte, wirken manche Entscheidungen wenig nachvollziehbar. Dass Alkohol dabei eine so große Rolle spielt, trägt zusätzlich dazu bei, dass die Figur nicht immer glaubwürdig erscheint.

Trotzdem: Wer einen unkomplizierten, leicht zugänglichen Krimi sucht, wird hier gut unterhalten. 39 Grad Mord ist kein tiefgründiger Spannungsroman, aber eine solide, lockere Lektüre für zwischendurch.