Unsympathisch, klischeehaft und holprig
Die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix gerät in einen Mordfall und beginnt, selbst Nachforschungen anzustellen. Dabei stößt sie auf ein Netz aus Geheimnissen, zwielichtigen Gestalten und möglichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Dies ist nach "30 Tage Dunkelheit" bereits der zweite Fall für die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix, die erneut eine Schreibblockade hat.
"39 Grad Mord" von Jenny Lund Madsen, der zweite Fall für Hannah Krause-Bendix, war für mich leider weniger ein spannender Krimi als vielmehr eine starke Geduldsprobe.
Ich weiß ja, dass Hauptfiguren nicht perfekt sein müssen. Im Gegenteil. Aber Hannah ist nicht einfach nur kantig oder schwierig geschrieben, sie ist über weite Strecken schlicht kaum zu ertragen. Ihre Art wirkt konstant herablassend, sie stolpert mit einer Mischung aus Ungeniertheit und frecher Selbstüberschätzung durch die Handlung und behandelt ihr Umfeld dabei oft respektlos. Lügen gehören scheinbar zum Standardrepertoire und Einsicht ist eher Mangelware. Statt mit ihr mitzufiebern, ertappt man sich eher dabei, die Augen zu verdrehen.
Dazu kommt dieses unterschwellige Gesamtpaket aus Alkoholproblem, Selbstmitleid und Egozentrik, das zwar vermutlich Tiefe erzeugen soll, bei mir aber eher das Gegenteil bewirkt hat. Es wirkt nicht nuanciert, sondern anstrengend, als würde man jemandem zuhören, der sich gleichzeitig bemitleidet und für überlegen hält. Keine besonders einladende Kombination.
Die Handlung selbst macht es leider nicht besser. Vieles fühlt sich erstaunlich klischeehaft an. Die Polizei ist mehr oder weniger überfordert und zu nichts zu gebrauchen. Der Rest wirkt stellenweise wie aus einem Baukasten für Standard-Krimis zusammengeklickt. Es fehlt an echter Spannung und vor allem an Originalität. Man hat selten das Gefühl, hier etwas wirklich Neues oder Überraschendes zu lesen.
Und dann ist da noch die Übersetzung. Ich weiß nicht, ob es am Original liegt oder tatsächlich an der Übersetzung, aber einige Passagen lesen sich wirklich holprig. Formulierungen wirken unnatürlich, Dialoge teilweise hölzern, was es zusätzlich erschwert, in die Geschichte einzutauchen.
Fazit: Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen, aber dieser zweite Fall konnte sie nicht im Ansatz erfüllen. Statt eines fesselnden Krimis bleibt vor allem die Erinnerung an eine nervende Hauptfigur und eine Geschichte, die zu oft auf bekannte Muster zurückgreift.
Dies ist nach "30 Tage Dunkelheit" bereits der zweite Fall für die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix, die erneut eine Schreibblockade hat.
"39 Grad Mord" von Jenny Lund Madsen, der zweite Fall für Hannah Krause-Bendix, war für mich leider weniger ein spannender Krimi als vielmehr eine starke Geduldsprobe.
Ich weiß ja, dass Hauptfiguren nicht perfekt sein müssen. Im Gegenteil. Aber Hannah ist nicht einfach nur kantig oder schwierig geschrieben, sie ist über weite Strecken schlicht kaum zu ertragen. Ihre Art wirkt konstant herablassend, sie stolpert mit einer Mischung aus Ungeniertheit und frecher Selbstüberschätzung durch die Handlung und behandelt ihr Umfeld dabei oft respektlos. Lügen gehören scheinbar zum Standardrepertoire und Einsicht ist eher Mangelware. Statt mit ihr mitzufiebern, ertappt man sich eher dabei, die Augen zu verdrehen.
Dazu kommt dieses unterschwellige Gesamtpaket aus Alkoholproblem, Selbstmitleid und Egozentrik, das zwar vermutlich Tiefe erzeugen soll, bei mir aber eher das Gegenteil bewirkt hat. Es wirkt nicht nuanciert, sondern anstrengend, als würde man jemandem zuhören, der sich gleichzeitig bemitleidet und für überlegen hält. Keine besonders einladende Kombination.
Die Handlung selbst macht es leider nicht besser. Vieles fühlt sich erstaunlich klischeehaft an. Die Polizei ist mehr oder weniger überfordert und zu nichts zu gebrauchen. Der Rest wirkt stellenweise wie aus einem Baukasten für Standard-Krimis zusammengeklickt. Es fehlt an echter Spannung und vor allem an Originalität. Man hat selten das Gefühl, hier etwas wirklich Neues oder Überraschendes zu lesen.
Und dann ist da noch die Übersetzung. Ich weiß nicht, ob es am Original liegt oder tatsächlich an der Übersetzung, aber einige Passagen lesen sich wirklich holprig. Formulierungen wirken unnatürlich, Dialoge teilweise hölzern, was es zusätzlich erschwert, in die Geschichte einzutauchen.
Fazit: Vielleicht hatte ich einfach andere Erwartungen, aber dieser zweite Fall konnte sie nicht im Ansatz erfüllen. Statt eines fesselnden Krimis bleibt vor allem die Erinnerung an eine nervende Hauptfigur und eine Geschichte, die zu oft auf bekannte Muster zurückgreift.