Unterhaltsam aber Vorgänger-Band lesen

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blubbi12 Avatar

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Ein netter Cosy-Krimi mit viel Sizilien-Flair. Die schrullige Protagonistin Hannah, ist selbst Krimiautorin und gerät eher zufällig als Verdächtige in einen Mordfall. Sie will auf eigene Faust ermitteln und trägt dann irgendwie mit einer Mischung aus Intuition, Glück und skurrilen Einfällen zur Aufklärung bei. Die Geschichte ist weniger sachlich oder kriminalistisch präzise aufgebaut, sondern lebt vor allem von ihren eigenwilligen Figuren und der charmanten, leicht schrägen Erzählweise. Manche Zusammenhänge wirken dabei etwas konstruiert, was aber zum Ton des Romans passt.

Besonders die Beziehung zu Magret empfand ich stellenweise als schwer nachvollziehbar. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass es einen Vorgängerband zu diesem gibt. Rückblickend erklärt das vermutlich, warum diese Beziehung und einige Hintergründe auch um den anderen Krimiautor auf mich rätselhaft wirkten, gerade in Bezug auf Island. Meiner Meinung nach sollte deutlicher gekennzeichnet sein, dass es sich um eine Fortsetzung handelt. Wer den ersten Band nicht kennt, hat bestimmt wie ich, stellenweise das Gefühl, dass wichtige Informationen fehlen. Trotzdem gute Unterhaltung für cosy Crime Fans.