Drachen, Rache und unerwartete Leidenschaft
"A City of Flames" von Rina Vasquez ist eine Romantasy, die mit einem klassischen Rache-Plot startet, aber dann interessante Wendungen nimmt. Die Geschichte um Nara, die sich an den Drachen rächen will, die ihren Vater töteten, bietet solide Unterhaltung mit einigen echten Höhepunkten – und ein paar Stolpersteinen.
Was das Buch wirklich stark macht, sind die Geschwisterbeziehungen. Hier zeigt Vasquez echte Stärke im emotionalen Writing – die Dynamik zwischen den Charakteren fühlt sich authentisch an, mit all den kleinen Reibereien und der bedingungslosen Loyalität, die familiäre Bindungen ausmachen. Diese Beziehungen tragen die emotionale Tiefe der Geschichte und geben Nara eine glaubwürdige Motivation jenseits der Rache.
Tibith als Sidekick ist ein absoluter Gewinn. Solche Nebencharaktere können schnell nervig werden oder nur als Comic Relief funktionieren, aber hier ist die Balance perfekt – Tibith bringt Leichtigkeit rein, ohne die Spannung zu untergraben, und hat genug Eigenständigkeit, um nicht nur als Anhängsel zu wirken.
Der Plot selbst ist abwechslungsreich und bietet interessante Twists, besonders wenn es um die "hässliche Wahrheit" über die Geschichte geht. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen Nara und dem Drachen hat Potenzial, auch wenn die Umsetzung stellenweise vorhersehbar ist. Das Worldbuilding mit Drachen, Gestaltwandlern und den Venatoren bietet eine spannende Grundlage für die Romantasy-Elemente.
Wo das Buch schwächelt: Die Story verliert manchmal ihre klare Richtung. Es gibt Passagen, wo ich mich gefragt habe, wohin das Ganze eigentlich steuert – als würde die Autorin selbst noch zwischen verschiedenen Plotsträngen jonglieren, ohne sich ganz festzulegen. Das führt dazu, dass manche Szenen sich ziehen und hätten gestrafft werden können. Hier hätte ein strafferes Lektorat dem Buch gutgetan, um den Fokus zu schärfen und das Pacing zu verbessern.
Die Drachen-Thematik und die Magie sind atmosphärisch gut eingefangen, auch wenn die Regeln des Magiesystems nicht immer ganz klar sind. Die Charakterentwicklung von Nara funktioniert größtenteils, könnte aber an manchen Stellen konsequenter sein – ihre Wandlung von Rache zu Verständnis passiert teilweise etwas sprunghaft.
Für Romantasy-Fans, die Drachen, Gestaltwandler und eine Prise moralischer Ambiguität mögen, ist "A City of Flames" definitiv einen Blick wert. Die emotionalen Beziehungen, besonders zwischen den Geschwistern, und der charmante Sidekick Tibith machen viel von den Pacing-Problemen wett. Mit etwas strafferer Struktur hätte das Buch das Zeug zum 5-Sterne-Read gehabt – so bleibt es bei soliden 4 Sternen und einer guten Zeit mit interessanten Charakteren.
Was das Buch wirklich stark macht, sind die Geschwisterbeziehungen. Hier zeigt Vasquez echte Stärke im emotionalen Writing – die Dynamik zwischen den Charakteren fühlt sich authentisch an, mit all den kleinen Reibereien und der bedingungslosen Loyalität, die familiäre Bindungen ausmachen. Diese Beziehungen tragen die emotionale Tiefe der Geschichte und geben Nara eine glaubwürdige Motivation jenseits der Rache.
Tibith als Sidekick ist ein absoluter Gewinn. Solche Nebencharaktere können schnell nervig werden oder nur als Comic Relief funktionieren, aber hier ist die Balance perfekt – Tibith bringt Leichtigkeit rein, ohne die Spannung zu untergraben, und hat genug Eigenständigkeit, um nicht nur als Anhängsel zu wirken.
Der Plot selbst ist abwechslungsreich und bietet interessante Twists, besonders wenn es um die "hässliche Wahrheit" über die Geschichte geht. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen Nara und dem Drachen hat Potenzial, auch wenn die Umsetzung stellenweise vorhersehbar ist. Das Worldbuilding mit Drachen, Gestaltwandlern und den Venatoren bietet eine spannende Grundlage für die Romantasy-Elemente.
Wo das Buch schwächelt: Die Story verliert manchmal ihre klare Richtung. Es gibt Passagen, wo ich mich gefragt habe, wohin das Ganze eigentlich steuert – als würde die Autorin selbst noch zwischen verschiedenen Plotsträngen jonglieren, ohne sich ganz festzulegen. Das führt dazu, dass manche Szenen sich ziehen und hätten gestrafft werden können. Hier hätte ein strafferes Lektorat dem Buch gutgetan, um den Fokus zu schärfen und das Pacing zu verbessern.
Die Drachen-Thematik und die Magie sind atmosphärisch gut eingefangen, auch wenn die Regeln des Magiesystems nicht immer ganz klar sind. Die Charakterentwicklung von Nara funktioniert größtenteils, könnte aber an manchen Stellen konsequenter sein – ihre Wandlung von Rache zu Verständnis passiert teilweise etwas sprunghaft.
Für Romantasy-Fans, die Drachen, Gestaltwandler und eine Prise moralischer Ambiguität mögen, ist "A City of Flames" definitiv einen Blick wert. Die emotionalen Beziehungen, besonders zwischen den Geschwistern, und der charmante Sidekick Tibith machen viel von den Pacing-Problemen wett. Mit etwas strafferer Struktur hätte das Buch das Zeug zum 5-Sterne-Read gehabt – so bleibt es bei soliden 4 Sternen und einer guten Zeit mit interessanten Charakteren.