Spannende Fantasy

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laumannmaxi Avatar

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Schon das Drumherum macht klar, in welche Richtung Sophie Jordans A Fire in the Sky (Feuerschwur-Chroniken) zielt: Die Optik setzt auf „dunkel + Funkenflug + Drachenenergie“ – und trifft damit genau dieses Romantasy-Versprechen von Gefahr, Magie und Schicksal, das gleich knistert, bevor überhaupt die erste Dialogzeile kommt. Inhaltlich packt mich vor allem die Ausgangslage: Tamsyn ist am Hof nicht einfach nur „unterprivilegiert“, sondern wird zur lebenden Strafzahlung gemacht – sie steckt die Prügelstrafen für die Prinzessinnen ein. Dass ausgerechnet sie dann ein gefährliches Geheimnis in sich trägt (ihre Striemen heilen unnatürlich schnell), sorgt sofort für Spannung, weil klar ist: Das kann nicht lange verborgen bleiben. Der Zwang, für eine Prinzessin einzuspringen und den gefürchteten Krieger Fell zu heiraten, klingt nach einer Beziehungskonstellation, die nicht über „Oh, er ist heiß“ läuft, sondern über Misstrauen, Machtgefälle und den Druck von außen – also genau das, was Romance in Fantasy-Welten für mich interessant macht. Dazu die Andeutung einer uralten Magie und das Drachenmotiv (in Penterra sind Drachen nur noch Legenden): Das wirkt wie ein Setup für große Enthüllungen, Hofintrigen und ein Schicksalsband, das eher explodiert als geschniegelt startet.

Was ich mir nach diesen drei Seiten erhoffe: eine Heldin, die nicht „auserwählt geschniegelt“, sondern zäh und gezeichnet ist – und eine Romance, die sich an Konflikten reibt, statt sie zu übertünchen. Kurz: düsteres Knistern, Plot mit Biss und bitte kein „Alle sind nett, nur der Böse ist böse“. (Tamsyn hat eindeutig schon genug eingesteckt.)