Hätte mir mehr Tiefe gewünscht
Die Geschichte startet stark mit einer mutigen, loyalen Protagonistin und einer Welt voller politischer Spannungen, Drachen und Hexen. Tamsyn, die ihr Leben lang die Strafen der Prinzessinnen von Penterra ertragen hat, ist eine beeindruckend gütige Figur, die trotz allem keinen Groll hegt. Anfangs wirkt sie etwas naiv, entwickelt im Verlauf jedoch spürbar mehr innere Stärke und Tiefe.
Die Romance konnte mich allerdings nicht ganz überzeugen. Die Beziehung wirkt früh sehr intensiv, ohne dass sich eine echte, langsam wachsende Chemie entfalten kann. Auch das Liebesdreieck bleibt eher oberflächlich. Generell nimmt der sinnliche Aspekt viel Raum ein, während Plot und Worldbuilding stellenweise im Hintergrund bleiben. Die Drachen tauchen vergleichsweise spät auf, und der große Twist war recht früh absehbar.
Fell hingegen ist für mich ein Highlight: Hinter seinem Ruf verbirgt sich ein verantwortungsvoller, gerechter Mann mit erstaunlich viel Feingefühl. Gerade sein respektvoller Umgang mit Tamsyn hat mir sehr gefallen.
Bewertung: 3/5
Fazit: Insgesamt bietet der Roman viel Potenzial und starke Figuren, erzählerisch hätte ich mir jedoch mehr Fokus und Tiefe gewünscht.