Highlight für mich

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nirvia Avatar

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A Fire in the Sky hat mich von der ersten Seite an gepackt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es eine Atmosphäre schafft, die gleichzeitig roh, düster und unglaublich fesselnd ist. Besonders Tamsyns Leben als Prügelmädchen hat mich tief beeindruckt. Diese harte, ausweglose Existenz wird so eindringlich beschrieben, dass man sofort in ihren Schmerz, ihre Wut und ihre Überlebensstrategie hineingezogen wird.

Auch die Wendung, als Tamsyn an Fell verheiratet wird, hat mich nicht losgelassen. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv und voller Spannung. Fell ist eine faszinierende Figur: brutal, unberechenbar und doch fähig zu überraschender Zärtlichkeit. Gerade diese Ambivalenz macht die Beziehung so packend – man weiß nie, ob man ihm vertrauen kann, und gleichzeitig versteht man, warum Tamsyn sich ihm nicht entziehen kann.

Die Reise zu seinem Königreich finde ich auch gut. Die Welt wirkt lebendig, gefährlich und voller Geheimnisse.
Als die Verwandlungen ins Spiel kamen, hat die Geschichte für mich etwas an Sogkraft verloren. Nicht, weil die Idee schlecht wäre, sondern weil der Fokus sich verschiebt und die emotionale Intensität der ersten Hälfte etwas in den Hintergrund rückt. Ich hoffe sehr, dass Band 2 diesen Teil wieder stärker aufgreift und die Entwicklung der Figuren weiter vertieft.

Insgesamt ist A Fire in the Sky ein mitreißender, atmosphärischer Reihenauftakt, der vor allem durch seine starken Charaktere und die düstere Grundstimmung überzeugt. Ich freue mich darauf, wie es weitergeht.