Ein gelungener Abschluss mit wichtigen Themen

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niba23 Avatar

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Den ersten Band der Breaking Waves-Reihe fand ich damals durchaus gut. Die Geschichte rund um das Verschwinden von Josy hat mich sofort neugierig gemacht. Mit der Liebesgeschichte zwischen Avery und Jake wurde ich allerdings nie richtig warm und konnte das Buch deshalb auch problemlos aus der Hand legen. Die eigentliche Story fand ich aber gut.

Genau deshalb habe ich schließlich zum fünften Band gegriffen, denn ich wollte unbedingt erfahren, was damals wirklich mit Josy passiert ist.

Und genau das ist für mich die große Stärke dieses Buches. Endlich bekommt Josy ihre Geschichte und man versteht, warum sie damals verschwunden ist. Natürlich handelt sie auch aus Eigenschutz, aber auch um ihre Lieben zu schützen. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, welche tiefen Spuren ihr Verschwinden bei ihren Freundinnen und besonders bei Andrea hinterlassen hat. Dass Vergebung in so einer Situation nicht einfach ist, fand ich sehr nachvollziehbar dargestellt.

Kristina Moninger greift dabei einige wichtige und ernste Themen auf und behandelt sie mit viel Feingefühl. An manchen Stellen wirkte die Erzählweise auf mich allerdings etwas zu nüchtern und stellenweise auch etwas langatmig.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Josy und Andrea hat mir grundsätzlich gefallen. Dennoch ging es mir ähnlich wie schon im ersten Band: Emotional konnte sie mich nicht vollständig erreichen.

Trotzdem ist A Girl Named Josy ein gelungener Abschluss der Reihe, der endlich Antworten auf die größten offenen Fragen liefert und besonders durch die Geschichte hinter Josys Verschwinden überzeugt. Wer vor allem wissen möchte, was damals wirklich passiert ist, wird hier definitiv fündig.