Zwischen Schmerz und Heilung – der emotionalste Band der Reihe

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storli.4 Avatar

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Zuerst einmal zum Cover: Ich finde das Cover und den Farbschnitt wunderschön. Wie auch schon bei den ersten vier Teilen passt es für mich auch hier einfach perfekt zum Buch. Und ich liebe es, dass die Cover alle zusammen ein Gesamtbild ergeben.

Ich mochte alle Teile der Breaking Waves-Reihe sehr, aber dieser Band war für mich noch einmal etwas ganz Besonderes. Der Schreibstil ist auch in Band 5 wieder außergewöhnlich: Flüssig zu lesen und gleichzeitig so emotional, dass ich von der ersten Seite an komplett in der Geschichte drin war. Wie auch in den anderen Bänden wird die Handlung wechselnd in Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Schon der Einstieg ist sehr atmosphärisch und ich konnte die Last, die Josie scheinbar mit sich herumträgt, sofort spüren.

Die Rückblicke in ihre Kindheit und Teenagerjahre waren teilweise wirklich schmerzhaft mitzulesen. Wie schrecklich muss es sein, so eine Mutter zu haben? Wie verloren muss man sich fühlen, um schon als Kind zu Drogen zu greifen, nur um irgendwie klarzukommen? Diese Gedanken haben mich beim Lesen sehr beschäftigt und ich konnte Josies Schmerz total mitfühlen.

Tatsächlich mochte ich Josie in den vorherigen Bänden immer am wenigsten, aber in diesem Buch hat sie nun all meine Sympathien gewonnen. Es tat mir beim Lesen unglaublich leid, was sie alles durchmachen musste und wie unfassbar einsam sie gewesen sein muss. Gerade auch, weil sie von außen betrachtet vermeintlich alles hatte – Geld, Erfolg und ein Leben, das viele wahrscheinlich beneiden würden. Aber dieses Buch zeigt auf sehr eindrückliche Weise, dass all das nichts wert ist, wenn Liebe, Geborgenheit und echte zwischenmenschliche Nähe fehlen.

Umso schöner war es mitzuerleben, wie Josie sich Stück für Stück selbst befreit und dabei von ihren Freundinnen so wunderbar aufgefangen und unterstützt wird. Auch ihre Liebe zu Andrea, die alles andere als leicht ist und so viele Rückschläge verkraften muss, fand ich unglaublich schön und sehr berührend beschrieben.

Der Suspense-Anteil tritt hier etwas mehr in den Hintergrund, was für mich aber überhaupt kein Kritikpunkt war. Da wir nach Band 4 bereits wissen, was damals passiert ist, liegt der Fokus diesmal viel stärker auf der Verarbeitung all der Traumata und dem Heilungsprozess. Genau das hat diesen Band für mich zum emotionalsten der Reihe gemacht. Eine unglaublich bewegende, schmerzhafte und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte, die mich sehr berührt hat.