Zwischen Surfen, Sehnsucht und Selbstfindung

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mei.ke Avatar

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Auch ohne die ersten vier Bände der Breaking-Waves-Serie gelesen zu haben, habe ich problemlos in die Geschichte hineingefunden. Die Zusammenhänge erschlossen sich mir schnell und ich konnte der Handlung gut folgen. Lediglich die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mich hin und wieder leicht verwirrt. Das lag vor allem daran, dass Josie in beiden Zeitsträngen ihrem alten Leben sowie ihren Liebsten den Rücken kehren möchte – wodurch sich die Szenen in meinem Kopf teilweise vermischten. Dass beide Handlungsebenen zudem am selben Ort spielen, machte die Unterscheidung nicht unbedingt einfacher.

Nichtsdestotrotz ist das Setting schlicht atemberaubend: die Insel Harbour Bridge wird lebendig und atmosphärisch beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir auch die Mädelsclique – jede Figur bringt ihren ganz eigenen Charme mit und wirkt individuell ausgearbeitet. Die männlichen Charaktere, allen voran Andrea, haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Das lag zum einen an den wirklich amüsanten Dialogen, zum anderen aber auch an den erstaunlich tiefgründigen Weisheiten, die ein 18-Jähriger von sich gibt.
Ich möchte jungen Männern keineswegs pauschal Oberflächlichkeit unterstellen – dennoch fällt es mir schwer, mir einen so reflektierten und emotional so differenzierten Surferboy in diesem Alter vorzustellen.

Die Geschichte liest sich insgesamt sehr flüssig; ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch. Abschließend noch ein Wort zum Cover: Es reiht sich harmonisch in die bisherigen Bände der Reihe ein, passt hervorragend zum Surfergirl-Thema der Story und wird durch den schönen Farbschnitt zusätzlich aufgewertet.