Zwischen Vergangenheit, Schuld und einer Liebe, die nicht loslässt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
storysammlerin Avatar

Von

„A Girl Named Josie“ ist ein intensiver und emotionaler fünfter Band der Breaking-Waves-Reihe, der vor allem durch seine tiefgehenden Konflikte überzeugt. Im Mittelpunkt steht Josie, die jahrelang vor ihrer Vergangenheit geflohen ist und sich ein neues Leben aufgebaut hat, nachdem sie als ehemaliger Kinderstar für „tot“ gehalten wurde. Doch als ihre früheren Freundinnen in Schwierigkeiten geraten, kehrt sie zurück nach Harbour Bridge – und damit auch in ein Leben, das sie eigentlich hinter sich lassen wollte.
Besonders stark ist die emotionale Spannung zwischen Josie und Andrea. Ihre Beziehung ist geprägt von Verlust, Enttäuschung und einer Liebe, die trotz allem nie ganz verschwunden ist. Die Geschichte zeigt glaubwürdig, wie schwer Vergebung ist und dass zweite Chancen nicht einfach geschenkt werden. Gerade Andreas innerer Konflikt macht viele Szenen sehr intensiv und manchmal auch schmerzhaft.
Josies ständiges Schwanken zwischen Flucht und Verantwortung kann gelegentlich frustrierend wirken, passt aber zu ihrer Figur und ihrem Trauma. Die Kulisse des Surfcamps auf Harbour Bridge sorgt für eine melancholische Sommerstimmung, die gut zur Geschichte passt und das Gefühl von „letztem Sommer“ verstärkt.
Insgesamt ist der Roman eine emotionale Reise über Schuld, Liebe und die Frage, ob man der Vergangenheit wirklich entkommen kann – oder ob man sich ihr irgendwann stellen muss, um frei zu werden.