Drei Kurzgeschichten

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ladytiga Avatar

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Ich muss ehrlich sagen, dass ich am Anfang gar nicht richtig verstanden hatte, dass es sich bei diesem Buch um drei verschiedene Geschichten handelt. Erst durch die Vorbemerkung der Autorin ist mir klar geworden, dass aus einer ursprünglichen Geschichte letztendlich drei Kurzgeschichten entstanden sind.

Ich habe bisher den ersten Teil „Sweater Weather“ gelesen und muss sagen, dass mir die Geschichte bisher wirklich gut gefällt. Ich mag Weihnachtsgeschichten sowieso sehr gerne und diese hier ist schön leicht und locker geschrieben.

Die Geschichte handelt von Anna, die mit ihrer Familie Weihnachten feiert. Das Weihnachtsessen ist allerdings ein einziges Chaos. Der Rauchmelder geht ständig los und ihre Schwester ist offensichtlich nicht gerade die beste Köchin. Anna hat deshalb heimlich Essen bestellt, weil sie unbedingt Pfannkuchen essen möchte. Und genau bei dieser Bestellung kommt dann ihre große ehemalige Liebe ins Spiel.

Der eigentliche Lieferfahrer hatte einen Unfall und ausgerechnet Jeremy übernimmt die Lieferung. Anna und Jeremy haben sich seit fast zehn Jahren nicht gesehen und ihre Beziehung ist damals nicht gerade glücklich auseinandergegangen. Anna hat ihn sogar blockiert.

Durch eine etwas chaotische Situation glaubt Annas Familie allerdings, dass die beiden wieder zusammen sind. Also müssen sie kurzerhand ein Paar spielen. Besonders lustig fand ich, dass sie dabei sogar die gleichen Weihnachtspullover tragen.

Je länger die beiden zusammen sind, desto deutlicher merkt man aber, dass ihre Gefühle füreinander wohl doch nicht komplett verschwunden sind. Jeremy hat Anna offensichtlich nie ganz vergessen und auch Anna merkt, dass sie trotz allem noch Gefühle für ihn hat. Gleichzeitig ist sie aber immer noch verletzt und wütend auf ihn.

Mittlerweile ist Jeremy Arzt und Anna Anwältin. Als Jeremy erfährt, dass Anna zwischenzeitlich sogar mit einem anderen Mann verlobt war, merkt man auch bei ihm, dass ihn das mehr trifft, als er vielleicht zugeben möchte.

Dann kommt auch langsam heraus, warum die beiden sich damals überhaupt getrennt haben. Jeremy hatte ein Vollstipendium bekommen und ist deshalb weggegangen. Gleichzeitig hatte Anna eine sehr schwierige Zeit, weil ihre Mutter an Brustkrebs erkrankt war. Sie hätte sich damals gewünscht, dass Jeremy bei ihr bleibt und sie in dieser Zeit unterstützt. Dadurch wird auch verständlicher, warum sie ihm seinen Weggang bis heute nicht wirklich verziehen hat.

Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie es mit den beiden weitergeht. Es ist schließlich ein Liebesroman und ich kann mir schon vorstellen, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Trotzdem möchte ich natürlich wissen, wie die beiden wieder zueinanderfinden und ob sie ihre alten Verletzungen wirklich hinter sich lassen können.

Bisher gefällt mir die Geschichte jedenfalls gut. Sie ist romantisch, witzig und schön leicht zu lesen. Da es insgesamt drei Geschichten sind, darf man natürlich keine besonders umfangreiche oder komplizierte Handlung erwarten. Dafür bekommt man vermutlich drei kleine Weihnachtsgeschichten, die man wunderbar zwischendurch lesen kann.