Wenn Erwachsenwerden auf eine ziemlich eigene Art interpretiert wird

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blocksbersch Avatar

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Wenn Erwachsenwerden auf eine ziemlich eigene Art interpretiert wird

Also Connie ist schon eine Nummer für sich. 😂 Achtzehn Jahre alt, frisch im Studentenwohnheim und offenbar fest davon überzeugt, dass sie im Gegensatz zu ihren Mitmenschen bereits vollständig erwachsen ist. Dass sie dabei ziemlich überheblich wirkt und ihre neuen Mitbewohner gedanklich schon nach wenigen Minuten auseinandernimmt, macht sie nicht unbedingt sympathisch, aber durchaus interessant.

Was mir bisher gefällt, ist der trockene, teilweise herrlich bissige Humor. Connies Gedanken und Beobachtungen sind manchmal ziemlich gemein, aber gerade dadurch musste ich beim Lesen auch schmunzeln. Sie scheint sich selbst für deutlich reifer zu halten als alle anderen, während man als Leserin durchaus merkt, dass da vielleicht doch noch ein bisschen mehr dahintersteckt.

Besonders Charlotte ist natürlich das komplette Gegenteil von Connie. Offen, kontaktfreudig und scheinbar fest entschlossen, aus den beiden Freundinnen fürs Leben zu machen. Dass Connie davon ungefähr so begeistert ist wie von einer Schaumparty, kann man sich denken. 😂 Ich bin jedenfalls gespannt, ob die beiden sich noch annähern oder ob das Ganze eher in Richtung gegenseitiger Nervenzusammenbruch geht.

Auch die vielen literarischen Anspielungen finde ich interessant. Man merkt, dass Connie Literatur liebt und sich intensiv mit ihr beschäftigt. Gleichzeitig scheint sie dieses Wissen auch ein bisschen als Abgrenzung zu anderen Menschen zu benutzen.

Nach der Leseprobe bin ich neugierig, wohin sich die Geschichte entwickelt. Hinter Connies ziemlich scharfer Zunge scheint mehr zu stecken, als sie nach außen zeigen möchte. Ob sie im Laufe der Geschichte ein bisschen auftaut und lernt, andere Menschen an sich heranzulassen, wird sich zeigen.

Bisher jedenfalls ein unterhaltsamer Einstieg mit einer Protagonistin, die man vielleicht nicht sofort ins Herz schließt, die aber durchaus neugierig macht.