Starke Charaktere, Freundschaft und Mut

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leataurus Avatar

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Die Geschichte von Connie ist mehr als eine Coming-of-Age Geschichte, in der die (Liebes-)Beziehung zu Charlotte Raum findet. Mir hat es gefallen, dass ich mich ein wenig in das Buch bzw. die Beziehungen einlesen und einfinden musste. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich bis zum Schluss nicht ganz alle Jungs aus der WG auseinanderhalten konnte.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, jedoch auch etwas speziell gehalten, sodass dieses Holprige mich begleitet hat. Ich hatte den Eindruck, dass Connie in ihrer speziellen, eher reservierten und sehr direkten Art trotz aller Umstände akzeptiert wird und mir gefiel, dass zwar darüber gesprochen wurde, jedoch kein Fehlverhalten oder eine mögliche Neurodivergenz daraus gemacht wurde. Es bleibt also ein bisschen ein Gefühl, Gedanken und rätseln. Ehrlich gesagt war es für mich irgendwie das gesamte Buch über so. Und irgendwie fand ich das gut. Manchmal hätte mir hier und da etwas mehr Klarheit geholfen oder ich hätte es mir auch bekannten Lesemustern heraus gewünscht.

Mir gefiel, dass die Geschichte auch so viel freundschaftliche Anteile hatte. So viel Zwischenmenschliches, in dem Connie insbesondere von Charlotte begleitet wird und ihren Weg geht. Diese Entwicklung mitzubeobachten, obwohl Connie sich bis zum Schluss nicht ganz eingestehen mag, dass ihr die anderen wichtiger sind als sie zugeben mag. Gleichzeitig bleibt sie ein starker Charakter, der für sich und für ihre Wünsche einsteht. Welche, für die sie den Mut hat, ihre Richtung zu ändern.

Insgesamt hat mir die Geschichte gefallen. Zu Beginn war ich aufgrund des Alters der Charaktere nicht sicher, ob ich mich einfinden könnte und es ging viel ums Feiern. Im Verlauf jedoch hat sich die ganze Gruppe ein wenig breit gemacht und ihren Raum gefordert. Und lässt mich am Ende mit auch einigen nachdenklichen Anteilen zurück.