Emotional, atmosphärisch und überraschend anders ✨🌊

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fabelhaftefeder Avatar

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Als ich A Study in Drowning als Hörbuch begonnen habe, war ich ehrlich gesagt erst ein wenig skeptisch 😅. Ich wurde nicht sofort in den Bann gezogen – es fühlte sich so an, als würde ich plötzlich mitten in eine Welt geworfen werden, ohne Vorbereitung, einfach reingebeamt 🚀. Kaum hatte ich angefangen, passierte schon unglaublich viel, und besonders Effie wirkte von Anfang an wie jemand, der eine Menge Schmerz und Negatives mit sich trägt 💔. Die Triggerwarnungen ließen erahnen, dass hinter ihrem Trauma etwas Tiefes steckt, aber das „Warum“ war lange unklar.

Je länger ich zuhörte, desto mehr fügte sich das Puzzle zusammen 🧩. Nach und nach erfuhr man, was in Effies Leben wirklich vorgefallen ist, und dadurch entstand eine leise, aber unaufhaltsame Spannung 🔥. Ich wollte einfach immer weiter: verstehen, aufdecken, begreifen. Diese Entwicklung hat mich richtig überrascht — von anfänglicher Skepsis zu fesselnder Neugier.

Die Sprecherin war ein absolutes Highlight 🎧. Ihre Stimme passte perfekt zur düsteren, verträumten Atmosphäre des Herrenhauses und zu Effies innerem Ringen. Das Zuhören war unglaublich angenehm und intensiv zugleich. Die Geschichte selbst war für mich etwas ganz Besonderes: Dunkle Mythologie, geheimnisvolle Legenden – und vor allem eine Erzählung, die sich nicht einfach in das Schema einer typischen Fantasy- oder Liebesgeschichte pressen lässt.

Was die Charaktere angeht, mochte ich fast alle – bis auf Ianto Myrddin, den Sohn des verstorbenen Autors Emrys Myrddin. Immer wenn er auftauchte, kribbelte bei mir dieses unangenehme Gefühl – er war mir unsympathisch, seine Szenen fühlten sich kälter, unnahbarer an, und ich war froh, wenn die Handlung wieder Richtung andere Figuren ging. Alle anderen waren viel greifbarer und emotional vielschichtiger.

Ganz besonders faszinierend war aber Angharad, die mysteriöse Frau von Myrddin. Man spürt lange Zeit nur ihre Präsenz im Hintergrund, fast wie ein Schatten über dem Anwesen – etwas Unsichtbares, das auf jeder Seite mitschwingt. Erst gegen Ende der Geschichte lichtet sich das Geheimnis: Angharad erzählt von ihrer Vergangenheit, von einer Affäre mit Myrddin und davon, dass sie eigentlich die wahre Autorin des Titels „Angharad“ ist. Ihre Geschichte ist zutiefst bewegend: Dieses Arrangement, in dem Myrddin äußerlich alle Lorbeeren erhält, während sie die Kreativität, den Schmerz und die Kunst in sich trägt – das macht sie zu einer sehr tragischen Figur, aber auch zu einer starken. Ihr Schweigen und ihre Zurückhaltung haben so viel Gewicht, und ihr Geständnis gegen Ende hat mich emotional total mitgenommen.

Effies eigene Visionen – die Dinge, die sie sieht, obwohl andere sie nicht sehen – spielen eine zentrale Rolle. Sie nimmt Tabletten, um diese Visionen zu dämpfen, aber im Laufe der Geschichte wird immer deutlicher, dass das, was sie sieht, wirklich real ist. Ich habe oft mit ihr gelitten, gehofft, gezweifelt – und am Ende fühle ich mich noch nicht ganz im Klaren, ob ich alles verstanden habe. Aber genau das macht die Geschichte für mich so spannend: Es bleibt Raum für Rätsel, für eine Fortsetzung, für einen zweiten Band, der all diese offenen Fragen auflösen könnte.

Deshalb liegt das Buch bei mir bereit 📚💛. Ich kann es kaum erwarten, weiterzutauchen. Ich muss nur noch ein oder zwei andere Bücher beenden … und dann geht es sofort weiter in Effies Welt, mit Preston, mit Myrddins Geheimnissen, mit Angharads Stimme.

Für mich war das Hörbuch eine Achterbahnfahrt: Ich bin dankbar für jede Schicht, die sich enthüllt hat, und gleichzeitig hungrig nach mehr. Ich will wissen, wie es weitergeht, was aus Effie wird und wie die Wahrheit über Myrddin und Angharad sich weiter entfaltet 🌊✨.