Eine charmante Idee mit Schwächen bei der Umsetzung

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marci9615 Avatar

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Das Buch legt einen ausgesprochen humorvollen Start hin. Es macht großen Spaß zu verfolgen, wie Hauptfigur Mariel immer wieder daran scheitert, die von ihr gewünschten magischen Ergebnisse zu erzielen.
Nach dem gelungenen Auftakt verliert die Handlung jedoch spürbar an Fahrt und dümpelt streckenweise eher vor sich hin.

Nachdem Mariel durch einen missglückten Zauber den Dämon Ozroth heraufbeschwört, nimmt die Geschichte ihren Lauf: Um die Situation vor ihrer Mutter zu retten, gibt Mariel ihn kurzerhand als ihren neuen Freund aus. Außerdem gerät Ozroth unter Druck seines Meisters, der von ihm verlangt, einen Handel einzugehen und damit Mariels Seele einzufordern.

Mariel und Oz lernen sich näher kennen, wobei das Tempo der Romanze extrem hoch ist: Nach nur drei Tagen befindet sich Mariel bereits auf dem besten Weg, sich zu verlieben – und das nahezu ohne Furcht vor einem Dämon, der es eigentlich auf ihre Seele und ihre Magie abgesehen hat. Das nimmt der Geschichte einiges an Glaubwürdigkeit.

Ebenfalls anstrengend sind die Passagen, in denen Mariels Familie auftritt. Da Mariel finanzielle Unterstützung von ihren Eltern braucht, um ihren Hexen-Doktor zu machen, lässt sie sich unzählige Demütigungen gefallen. Ihr extrem geringes Selbstbewusstsein lässt sie in diesen Szenen in keinem guten Licht erscheinen. Zwar steht sie am Ende schließlich für sich selbst ein, doch dieser Wandel wirkt nach dem vorherigen Verhalten leider etwas übertrieben und abrupt.