Unterhaltsam, witzig, aber nicht ganz rund

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deidree Avatar

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Mamma Marcella ist das, was man sich landläufig unter einer italienischen Mama vorstellt. Sie hat ihren erwachsenen Sohn noch voll im Griff und weiß was gut für ihn ist. Ob der das will oder nicht. Sie lässt sich nichts sagen, sorgt aber für das leibliche Wohl in ihrem Haus mit Liebe und Leidenschaft.
Mir waren Marcella und ihr Untermieter Harry sofort sympathisch. Sie voller Tatendrang, er ein künstlerischer Chaot. Der Witz und ihre forsche Art machen „Abfahrt ins Jenseits“ zu einem Lesevergnügen.
Für mich hat Salvatore Simonetti allerdings etwas sehr viele italienische Wörter, Sätze, Ausdrücke verwendet. Gut, die meisten erschließen sich beim Lesen oder werden direkt auf Deutsch wiederholt. Aber dennoch stockte ich immer wieder etwas um die Wörter richtig lesen zu können.
Die Ermittlungen von Marcella gehen gemütlich voran, nichts von einer Hektik oder Stress. Bei manchen ihrer Ideen und Praktiken habe ich so meine Zweifel. Vor allem ob man einer Leiche überhaupt noch Blut abzapfen kann. Aber gut. Alles soll man vielleicht auch nicht so direkt hinterfragen.
Wirklich schade finde ich, dass ich das Motiv nur zur Hälfte verstanden habe. Ohne zu spoilern, aber den Nutzen der Mafia daraus, habe ich nicht durchschaut. Und das stört mich schon.
Hinterfragt man nicht allzusehr, dann ist dieses Buch ein witziger Krimi, der durchaus Urlaubsgefühle für Ligurien hervorholen kann.