Zugereiste leben kürzer

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biancaneve_66 Avatar

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Marcella kehrt nach „der Sache“ mit ihrem Mann Beppo aus Deutschland in ihr malerisches Heimatdorf Dolceacqua in Ligurien zurück. Von ihren Eltern hat sie die Gelateria Monet geerbt, die von Dino und Gino geleitet wird; der deutsche Alt-Hippie und Künstler Harry ist ihr Untermieter; und Ihr Sohn Domenico ist Carabiniere und hat eine neue Freundin. Nach dem plötzlichen Tod Als plötzlich innerhalb kürzester Zeit einige ältere, aber rüstige Dorfbewohner sterben, nimmt dieser Cozy Crime Fahrt auf – und Marcella die Spuren der Verbrechen.
Das Cover zeigt den Teil eines Strands. Doch die Liegen sind zugeklappt und die Wellen schäumen. Es scheint sich etwas anzubahnen. Die Farben der italienischen Tricolore, die dieses Bild umrahmen, setzen sich als Farbschnitt fort. Der Schreibstil ist angenehm locker, mit etlichen Dialogen und eingestreuten italienischen Ausdrücken. Die Handlung findet innerhalb einer Woche statt, die sieben Abschnitte sind in kürzere Kapitel unterteilt und tragen als Überschriften die Wochentage mit italienischer Bezeichnung.
Ob Kulinarik, Kunst oder die Umgebung der ligurischen Küste und des Hinterlands, der Autor verwebt hier viele Thema zu einer stimmigen Geschichte. Sicher, es werden schon so einige Klischees bedient, aber im Grunde passt alles zusammen und bietet eine (ent)spannende Unterhaltung zum Abschalten vom Alltagstrott.
Die quirlige Protagonistin Marcella ist ein recht patenter und sympathischer Charakter. Lebensecht gezeichnet, ganz so wie man sich eine italienische Mamma vorstellt, die sich um ihr 35-jähriges Söhnchen sorgt. Auch die anderen Personen sind allesamt Menschen, die sehr gut beschrieben werden – mit all ihren Eigenheiten; man kann sich auf eine weitere Begegnung mit diesen bunten Haufen in den Folgebänden dieser Cozy-Crime-Reihe freuen.
Insgesamt ist hier ein gelungener Auftakt zu einer Reihe entstanden, der den Lesenden ein angenehmes Italien-Feeling verschafft, ohne zu viel Gänsehaut zu erzeugen.