Generationenschmerz
Lavie Tidhar nimmt einen in seinem Roman Adama mit durch die Geschichte des Kibbuzes Trashim. Dabei läuft alles auf Ruth zurück, die diesen aufbaut. Aber auch die nächsten Generationen spielen eine wichtige Rolle, denn Adama wird zu unterschiedlichen Zeiten erzählt, aus immer wieder neuen Perspektiven. So dass sich nach und nach ein Bild zusammenfügt, wer, wie mit wem zusammenhängt und welche Schmerzen, über Generationen, prägend sind. Dies macht den Roman einerseits sehr vielschichtig, auf der anderen Seite fehlt dadurch das Gefühl, wirklich mitgerissen zu werden, da man sich immer wieder in neue Perspektiven hineinversetzen muss.
Dass Israel eine schwierige Entstehungsgeschichte hat ist offensichtlich, aber insbesondere durch Ruth wird einem bewusst, wie viel persönliches Herzblut darin steckt, wie viele Einzelschicksäle daran hängen. Und welche langfristige Auswirkungen Krieg hat, ein Bewusstsein, dass alle haben sollten, gerade jetzt. Auch kriegt man Einblicke in andere Lebensformen, denn zumindest die damaligen Kibbuzim sind weit weg von unserem westlichen Umgang mit Eigentum.
Adama ist insgesamt sehr angenehm zu lesen, trotz eines durchaus schwierigen Themas. Auf jeden Falll lesenswert.
Dass Israel eine schwierige Entstehungsgeschichte hat ist offensichtlich, aber insbesondere durch Ruth wird einem bewusst, wie viel persönliches Herzblut darin steckt, wie viele Einzelschicksäle daran hängen. Und welche langfristige Auswirkungen Krieg hat, ein Bewusstsein, dass alle haben sollten, gerade jetzt. Auch kriegt man Einblicke in andere Lebensformen, denn zumindest die damaligen Kibbuzim sind weit weg von unserem westlichen Umgang mit Eigentum.
Adama ist insgesamt sehr angenehm zu lesen, trotz eines durchaus schwierigen Themas. Auf jeden Falll lesenswert.