Magie und etwas Grusel

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a.basan Avatar

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Als die disziplinierte und pragmatische Penelope mit ihrem Zwillingsbruder Paris auf das Anaximander-Internat wechselt, steht für sie fest, dass sie unbedingt in das Haus der Athena kommen muss. Denn ihre Eltern haben ihr von nichts anderem erzählt. Doch leider wird sie dem Haus Aphrodite zugeteilt, wo alles bunt, schrill und ein bisschen chaotisch ist. Penelope fühlt sich als Versagerin. Sie glaubt an einen Irrtum und ist sich sicher, dass sie es irgendwie noch in Haus Athena schaffen kann. Wenn da nur nicht diese seltsamen Vorkommnisse wären. Brücken, die immer länger werden, je weiter sie sie überquert hat. Erdbeben, die scheinbar nur sie bemerkt. Schlangen, die ihr anscheinend nach dem Leben trachten.
Doch so langsam fühlt sie sich im Haus der Aphrodite immer wohler. Hier hat sie nicht nur mit Fifi ihre einzige beste Freundin gefunden. Hier sind die Mitschüler herzlich und halten ohne Wenn und Aber zu ihr. Vielleicht ist sie ja doch richtig so, wie sie ist.
Gut gefallen hat mir, wie die etwas verbissene Penelope langsam erkennt, dass sie in dem warmherzigen Haus Aphrodite viel besser aufgehoben ist als im freudlosen Haus Athena. Hier spürt man klar die Harry Potter Vibes. Es wird vermittelt, dass Freundschaft und Zusammenhalt wichtiger sind als Leistungsdruck.
Andererseits hatte ich mir das Buch aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe viel witziger vorgestellt. Besonders die wiederholten alptraumhaften Schilderungen von ekligen Schlangen, die sie umschlingen und beißen, halte ich für ein Jugendbuch ab 12 Jahren nicht so gut geeignet. Hier scheint es, als hätte die Autorin ihre eigenen Phobien verarbeitet. Muss man mögen.