Rätselhaft und magisch
Mit „Aftermyth“ startet Tracy Wolff eine neue Fantasy-Reihe rund um griechische Mythologie – und das mit einer Jugendlichen Protagonistin, die mich schnell überrascht hat.
Penelope ist ein Mädchen, das Kontrolle liebt: strukturiert, diszipliniert und absolut regelkonform. Fehler oder Pausen? Für sie eigentlich undenkbar. Umso spannender ist es, ihre Entwicklung an der Anaximander-Akademie mitzuerleben. Denn obwohl sie fest davon überzeugt ist, ins Haus der Athene zu gehören, landet sie ausgerechnet im Aphrodite-Haus – ein Ort voller Emotionen, Leichtigkeit und Chaos. Genau dort beginnt sie nach und nach, sich selbst neu kennenzulernen und auch mal Gefühle zuzulassen.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre im Aphrodite-Haus. Es ist lebendig, humorvoll und steckt voller Charme. Die vielen kreativen Ideen, Rätsel und der Unterricht haben richtig Spaß gemacht – genauso wie die zahlreichen Anspielungen auf die griechische Mythologie, die liebevoll eingebaut sind.
Penelope selbst ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Oft hätte ich anders gehandelt als sie, aber genau das hat sie für mich interessant gemacht. Ihre Entwicklung steht klar im Mittelpunkt und ist nachvollziehbar und schön umgesetzt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings das Erzähltempo: Es dauert recht lange, bis man mehr über die mysteriösen Ereignisse erfährt – etwa warum Penelope plötzlich an anderen Orten auftaucht, Dinge sieht, die andere nicht sehen, oder immer wieder von Schlangen umgeben ist. Auch, wenn es verständlich ist, dass zum Ende noch Dinge offen bleiben, weil es ein Reihenauftakt ist, hat mich diese Unklarheit zwischenzeitlich etwas ungeduldig gemacht.
Auch die Nebenfiguren sind gelungen: Fifi, Penelopes Mitbewohnerin, ist einfach liebenswert und wuchs mir sofort ans Herz. Im Kontrast dazu ist Penelopes Zwillingsbruder Paris im Athene-Haus, der mit seiner überheblichen Art eher unsympathisch auf mich wirkte – was aber gut zur Dynamik der Geschichte passte.
Obwohl Penelope erst 13 Jahre alt ist, wirkt sie durch ihr Verhalten oft deutlich älter, was die Geschichte auch für mich als Erwachsene gut zugänglich macht.
Insgesamt ist Aftermyth ein fantasievoller, atmosphärischer Reihenauftakt mit tollen Ideen und einer spannenden Charakterentwicklung, auch wenn man an manchen Stellen etwas Geduld braucht. Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Penelope ist ein Mädchen, das Kontrolle liebt: strukturiert, diszipliniert und absolut regelkonform. Fehler oder Pausen? Für sie eigentlich undenkbar. Umso spannender ist es, ihre Entwicklung an der Anaximander-Akademie mitzuerleben. Denn obwohl sie fest davon überzeugt ist, ins Haus der Athene zu gehören, landet sie ausgerechnet im Aphrodite-Haus – ein Ort voller Emotionen, Leichtigkeit und Chaos. Genau dort beginnt sie nach und nach, sich selbst neu kennenzulernen und auch mal Gefühle zuzulassen.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre im Aphrodite-Haus. Es ist lebendig, humorvoll und steckt voller Charme. Die vielen kreativen Ideen, Rätsel und der Unterricht haben richtig Spaß gemacht – genauso wie die zahlreichen Anspielungen auf die griechische Mythologie, die liebevoll eingebaut sind.
Penelope selbst ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Oft hätte ich anders gehandelt als sie, aber genau das hat sie für mich interessant gemacht. Ihre Entwicklung steht klar im Mittelpunkt und ist nachvollziehbar und schön umgesetzt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist allerdings das Erzähltempo: Es dauert recht lange, bis man mehr über die mysteriösen Ereignisse erfährt – etwa warum Penelope plötzlich an anderen Orten auftaucht, Dinge sieht, die andere nicht sehen, oder immer wieder von Schlangen umgeben ist. Auch, wenn es verständlich ist, dass zum Ende noch Dinge offen bleiben, weil es ein Reihenauftakt ist, hat mich diese Unklarheit zwischenzeitlich etwas ungeduldig gemacht.
Auch die Nebenfiguren sind gelungen: Fifi, Penelopes Mitbewohnerin, ist einfach liebenswert und wuchs mir sofort ans Herz. Im Kontrast dazu ist Penelopes Zwillingsbruder Paris im Athene-Haus, der mit seiner überheblichen Art eher unsympathisch auf mich wirkte – was aber gut zur Dynamik der Geschichte passte.
Obwohl Penelope erst 13 Jahre alt ist, wirkt sie durch ihr Verhalten oft deutlich älter, was die Geschichte auch für mich als Erwachsene gut zugänglich macht.
Insgesamt ist Aftermyth ein fantasievoller, atmosphärischer Reihenauftakt mit tollen Ideen und einer spannenden Charakterentwicklung, auch wenn man an manchen Stellen etwas Geduld braucht. Ich freue mich auf die Fortsetzung!