Ethik für Kinder
Das Ferdinand von Schirach schreiben kann, hat er schon längst bewiesen. Aber kann er auch Kinderbücher?
Handwerklich ist das Buch top. Schirach erweist sich auch in „Alexander“ als großartiger Erzähler. Mit dem nötigen Augenzwingern und nicht zu Oberlehrerhaft, vermag er auch einem jungen Publikum die Grundzüge der Ethik näherzubringen. Die vom Autor gezeichneten Bilder vermögen zu überraschen. Einfach, aber edel. Man merkt, dass es dem Autor ein Herzensprojekt war und das Kindheitsbild zum Schluss fand ich süß. Auch die lustigen Einfälle des Autors in den Geschichten haben mir und meinem Sohn gut gefallen. Vor allem der Philosoph mit dem faulen Zähnen und die streitenten Zwillinge sind gut bei uns angekommen.
Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack. Ich habe lange überlegt woran es liegt bis ich auf die seltsame Serie Mozart/Mozart gestoßen bin. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Vieles macht den Eindruck als würde die Geschichte im antiken Griechenland spielen. Die Kleidung der Protagonisten, das Orakel, der Philosoph in einem Fass, all das geht in diese Richtung. Gleichzeitig haben die Figuren ein sehr, sehr modernes Ethik-Bewusstsein. Es wird suggeriert, dass es eigentlich eh ganz einfach und logisch ist. Mit ein bisschen Nachdenken kommt ein einfacher Soldat auf eine Theorie die in den 70er Jahren! aufgekommen ist. Auch im Hinblick auf Menschenrechte und Frauenrechte war es ein langer, harter Kampf. Der leider in manchen Bereichen wieder und wieder gefochten werden muss. Natürlich ist das für ein Kinderbuch vielleicht zu komplex.
Handwerklich ist das Buch top. Schirach erweist sich auch in „Alexander“ als großartiger Erzähler. Mit dem nötigen Augenzwingern und nicht zu Oberlehrerhaft, vermag er auch einem jungen Publikum die Grundzüge der Ethik näherzubringen. Die vom Autor gezeichneten Bilder vermögen zu überraschen. Einfach, aber edel. Man merkt, dass es dem Autor ein Herzensprojekt war und das Kindheitsbild zum Schluss fand ich süß. Auch die lustigen Einfälle des Autors in den Geschichten haben mir und meinem Sohn gut gefallen. Vor allem der Philosoph mit dem faulen Zähnen und die streitenten Zwillinge sind gut bei uns angekommen.
Trotzdem bleibt ein fahler Beigeschmack. Ich habe lange überlegt woran es liegt bis ich auf die seltsame Serie Mozart/Mozart gestoßen bin. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Vieles macht den Eindruck als würde die Geschichte im antiken Griechenland spielen. Die Kleidung der Protagonisten, das Orakel, der Philosoph in einem Fass, all das geht in diese Richtung. Gleichzeitig haben die Figuren ein sehr, sehr modernes Ethik-Bewusstsein. Es wird suggeriert, dass es eigentlich eh ganz einfach und logisch ist. Mit ein bisschen Nachdenken kommt ein einfacher Soldat auf eine Theorie die in den 70er Jahren! aufgekommen ist. Auch im Hinblick auf Menschenrechte und Frauenrechte war es ein langer, harter Kampf. Der leider in manchen Bereichen wieder und wieder gefochten werden muss. Natürlich ist das für ein Kinderbuch vielleicht zu komplex.