Präzise, kühl und eindringlich erzählt
„Alexander“ von Ferdinand von Schirach ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch, das sich weniger über große Handlung als über Atmosphäre, Beobachtung und moralische Zwischentöne definiert. Wie so oft bei von Schirach entsteht die Spannung nicht durch äußere Dramatik, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt.
Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.
Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.
Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.
Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.
Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.
Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.
Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.
Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.