Alles nur in meinem Kopf
"Alice im Land der Ideen" ist eine Neuadaption aus "Alice im Wunderland" und "Sofies Welt". Der Leser wird darin spielerisch in die bunte Welt der Philosophie eingeführt. Im Fokus der Erzählung steht die 12-jährige Alice. Sie begibt sich gemeinsam mit zwei Mäusen, einem Känguru und einer Fee auf Erkenntnisreise. Nichts weiter als der Sinn des Lebens wird gesucht. Mich haben beim Lesen vor allem die Begegnungen mit Sokrates, Diogenes und Nietzsche beeindruckt. Mitunter schweift der Autor Roger-Pol Droit, selbst Philosoph, doch sehr in die philosophischen Ideenwelten/Konstrukte ab. Und das Ende wollte nicht zum sonst eher flüssigen Erzählstrom passen. Hier trat die Story auf der Stelle und es wurde mit der Wahrnehmung des Lesers gespielt, da Fiktion und Wirklichkeit verschwammen. Aus Verständnisgründen empfehle ich Droits Werk Teenagern wie Erwachsenen, die interessiert an Philosophie sind und nach einer leichten Einstiegslektüre suchen. Wer nach Denkanstößen fürs eigene Leben Ausschau hält, wird hier reichlich inspiriert. Denn die Macht der eigenen Gedanken sollte man nicht unterschätzen. Während der Lektüre musste ich unweigerlich an Bouranis Lied "Nur in meinem Kopf" denken.