Einfach wow!

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sternen_meer Avatar

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Schon die Leseprobe von All die Farben, all das Licht hat mich vollkommen begeistert. Cora Wucherer schafft es vom ersten Satz an, eine intensive und emotionale Atmosphäre aufzubauen, die sofort unter die Haut geht. Besonders der Einstieg mit der Widmung an die Schwester hat mich tief berührt.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Juna und Martha, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich doch auf schmerzhafte Weise miteinander verbunden fühlen. Juna ist talentiert, ehrgeizig und träumt davon, Künstlerin zu werden, obwohl sie durch eine Erbkrankheit bald erblinden könnte. Martha dagegen lebt scheinbar im Schatten ihrer Schwester, sehnt sich aber gleichzeitig nach Anerkennung und einem eigenen Platz im Leben. Gerade diese komplizierte Dynamik zwischen den beiden wirkt unglaublich authentisch.

Besonders gefallen hat mir, dass beide Schwestern ihre eigene Stimme bekommen. Ihre Gedanken, Ängste und Wünsche unterscheiden sich deutlich und machen die Figuren lebendig und greifbar. Trotz der tragischen Ausgangslage wirken Juna und Martha wie ganz normale Teenager mit all ihren Unsicherheiten, Konflikten und Sehnsüchten. Genau das macht die Geschichte so stark.

Auch sprachlich hat mich die Leseprobe überzeugt: einfühlsam, bildhaft und voller Emotionen, ohne jemals übertrieben zu wirken.
Dazu kommt das wunderschöne Cover, das perfekt zur melancholischen und zugleich hoffnungsvollen Stimmung des Romans passt.

Ein außergewöhnlicher Roman über Schwesterliebe, Verlust, Kunst und das Erwachsenwerden:
bewegend, intensiv und absolut lesenswert