Macht neugierig. Aber ich traue dem noch nicht ganz.
Also. Erster Satz. Uff. "Juna hat ihre Krankheit verdient." Wow. Und dann warte ich auf das Warum und kriege... sie zieht ihr an den Haaren? Ernsthaft jetzt? Das ist normales Geschwisterkram, jede zweite Schwester auf der Welt hat das hinter sich (also ich jedenfalls definitiv. Ausgeteilt und eingesteckt.). "Verdient" ist ein echt brutales Wort und diese Leseprobe liefert dafür nichts außer ein bisschen Genervtsein. Hoffentlich kommt da noch was nach weil wenn nicht war das ein ziemlich billiger Eröffnungszug.
Junas Kapitel hat mich dann aber abgeholt. Ein eigentlich heftiger Moment. Aber. Kein Drama, kein Zusammenbrechen. Und was sie dann macht mit der Information ist nicht Trauern sondern sofort umfunktionieren: Lotte Laserstein hat 10.000 Werke gemacht. Ich habe ein halbes Jahr. So arbeitet ein Gehirn das gelernt hat sich selbst wegzupacken und weiterzumachen. Das hat mich erwischt.
Und genau deshalb macht mir dieses Buch auch Angst. Weil es mich so abholt ich aber auch so klar sehe wo das hinrotieren kann (und wo ich wahrscheinlich im Dreieck springen würde). Das ganze Konzept, erblindende Malerin, Deadline, große Gefühle, das ist so ein Aufhänger der schnell zum Tränendrücker-Film wird der auf einem Krankenhausbett gedreht wurde. Behinderung als tragisches Accessoire um emotionale Reaktionen zu forcieren. Wo Juna aufhört eine Person zu sein und zur Projektionsfläche wird auf der Martha ihre Geschichte erzählt. (Nein. Nein nein!!) Die Zutaten sind eigentlich gut. Zwei Schwestern die funktionieren wie echte Schwestern manchmal halt sind, eine Diagnose die Juna sofort in Leistungsdruck umrechnet statt in Selbstmitleid (und die nicht romantisiert wird).
Ich lese weiter. Und hoffe es ist richtig richtig gut und meine Sorgen umsonst.
Junas Kapitel hat mich dann aber abgeholt. Ein eigentlich heftiger Moment. Aber. Kein Drama, kein Zusammenbrechen. Und was sie dann macht mit der Information ist nicht Trauern sondern sofort umfunktionieren: Lotte Laserstein hat 10.000 Werke gemacht. Ich habe ein halbes Jahr. So arbeitet ein Gehirn das gelernt hat sich selbst wegzupacken und weiterzumachen. Das hat mich erwischt.
Und genau deshalb macht mir dieses Buch auch Angst. Weil es mich so abholt ich aber auch so klar sehe wo das hinrotieren kann (und wo ich wahrscheinlich im Dreieck springen würde). Das ganze Konzept, erblindende Malerin, Deadline, große Gefühle, das ist so ein Aufhänger der schnell zum Tränendrücker-Film wird der auf einem Krankenhausbett gedreht wurde. Behinderung als tragisches Accessoire um emotionale Reaktionen zu forcieren. Wo Juna aufhört eine Person zu sein und zur Projektionsfläche wird auf der Martha ihre Geschichte erzählt. (Nein. Nein nein!!) Die Zutaten sind eigentlich gut. Zwei Schwestern die funktionieren wie echte Schwestern manchmal halt sind, eine Diagnose die Juna sofort in Leistungsdruck umrechnet statt in Selbstmitleid (und die nicht romantisiert wird).
Ich lese weiter. Und hoffe es ist richtig richtig gut und meine Sorgen umsonst.