Träume zerplatzen, eine Geschwisterdynamik verändert sich - Wie kann es weitergehen?

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danielaela Avatar

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Das Cover des Romans gefällt mir ausgesprochen gut - passt es doch bereits zur Leseprobe, in der die Protagonistin Juna beschreibt, wie sehr sie das detailgetreue Zeichnen von Personen liebt. Das Cover zeigt die Illustration -oder gar ein Selbstportrait(?)- einer Jugendlichen, die wohl Juna darstellen soll. Besonders stechen dabei die blauen Augen des Mädchens hervor, die im Roman eine zentrale Rolle einnehmen.

Die Leseprobe gibt direkt einen Einblick in die Schwesterndynamik der beiden Hauptdarstellerinen Juna und Martha, beschrieben aus Sicht der Jüngeren. Es ist wenig Zusammenhalt, sondern vielmehr Konkurrenz zwischen den Schwestern zu spüren. Martha beschreibt, wie sehr sie stets im Schatten ihrer älteren Schwester stand.
Das zweite Kapitel gibt Einblicke in die Gedankenwelt von Juna. Sehr präzise, eindringlich und anschaulich bringt die Autorin den Leser*innen Junas Leidenschaft, das Zeichnen, nahe. Am Ende der Leseprobe steht die verheerende Diagnose: Das "Usher-Syndrom", durch das Juna ihr Augenlicht zu verlieren droht.
Der sanfte, einfühlsame Schreibstil, der die Leserschaft in die Gefühlswelt der Protagonistinnen eintauchen lässt, gefällt mir wahnsinnig gut. Die angeschnittenen Themen machen Lust aufs Weiterlesen.
Offenbar leben die beiden Mädchen bei ihrem alleinerziehenden Vater, der sehr mit seiner Arbeit beschäftigt ist. Welche Rolle er in der Dynamik der beiden Schwestern spielt, lässt mich sehr gespannt sein. Ebenso natürlich, wie Junas Diagnose das weitere Familienleben formt und wie (bzw. ob) sich ihre Erkrankung mit ihrer großen Leidenschaft vereinbaren lässt.