Berührend, emotional und voller Lebensmut

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katto Avatar

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„All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer hat mich wirklich sehr berührt und ist für mich ein ganz besonderes Buch. Die beiden Schwestern Juna und Martha könnten unterschiedlicher kaum sein und trotzdem verbindet sie mehr, als sie zunächst selbst erkennen. Besonders gut gefallen hat mir, wie sich ihre Beziehung im Laufe der Geschichte hin zum Positiven verändert.

Juna kämpft mit dem fortschreitenden Usher-Syndrom und damit, dass ausgerechnet ihr Augenlicht immer mehr nachlässt, obwohl die Malerei ihre große Leidenschaft ist. Ich fand es sehr bewegend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie trotz ihrer Erkrankung versucht, ihre Träume nicht aufzugeben, sondern neue Wege für sich zu finden. Ihr Umgang damit, dass ihre Krankheit ihr nach und nach das Augenlicht nimmt, fand ich sehr berührend. Gleichzeitig schafft es die Autorin mit einem tollen Schreistil, dass die Geschichte nicht nur traurig ist. Auch die Kunst spielt eine wichtige Rolle und gibt der Geschichte etwas Besonderes.

Die wechselnden Perspektiven von Juna und Martha haben mir ebenfalls gut gefallen, weil ich dadurch beide Schwestern und ihre Gedanken und Gefühle besser kennenlernen konnte. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings noch etwas mehr Tiefe gewünscht, besonders im Hinblick auf Junas Erkrankung.

Insgesamt hat mich die Geschichte mit ihren emotionalen Momenten, ihrer Wärme und ihrer hoffnungsvollen Botschaft sehr berührt. Ein wunderschönes und nachdenkliches Debüt, das mir noch eine Weile im Kopf bleiben wird.