Ein wichtiges Thema, das mich leider nicht fesseln konnte

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cemadro Avatar

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„Mein Sichtfeld bröckelt, und ich schlittere am Abgrund entlang. Bald werde ich abstürzen, ohne dass mich jemand sichert.“

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Leider muss ich direkt vorwegnehmen, dass dieses Buch einfach nicht meinen persönlichen Geschmack getroffen hat. Das bedeutet aber keineswegs, dass es ein schlechtes Buch ist – leider war es nur nicht das Richtige für mich.

Zunächst aber zu den positiven Aspekten: Besonders spannend fand ich den Einblick in Junas Krankheit und ihren schrittweisen Verlust des Augenlichts. Dieses Thema wird sehr eindrücklich dargestellt und hat mir gezeigt, wie schwer und einschneidend ein solcher Lebensweg sein muss. Außerdem mochte ich die Dual POV, da man sowohl Juna als auch Martha besser kennenlernen konnte.

Auch wenn ich ihre Gedanken nachvollziehen konnte, wurden weder Juna noch Martha wirklich zu Charakteren, mit denen ich mitfiebern konnte. Juna ist eher grumpy, Martha das komplette Gegenteil – ein echter Sunshine. Trotzdem sind beide mir leider nie richtig ans Herz gewachsen. Mein persönlicher Lieblingscharakter war tatsächlich Alex, Marthas bester Freund.

Was ich der Autorin aber unbedingt lassen muss: Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, in dem die Figuren eine so deutliche Charakterentwicklung durchmachen. Gerade Martha und Juna entwickeln sich im Laufe der Geschichte enorm, und das fand ich wirklich beeindruckend.

„Juna hat ihre Krankheit nicht verdient. Aber ihr Talent auch nicht. Sie hat beides, und ich habe nichts davon. Das ist nicht fair, aber damit müssen wir wohl irgendwie klarkommen, statt uns gegenseitig für das zu beneiden, was wir nicht haben“

Leider konnte mich die Handlung insgesamt trotzdem nicht fesseln. Für meinen Geschmack zog sich die Geschichte an einigen Stellen zu sehr und ich hatte selten das Bedürfnis, unbedingt weiterlesen zu müssen. Mir fehlte einfach dieser Sog, der mich durch das Buch trägt.

Fazit: All die Farbe, all das Licht ist eine einfühlsame Coming-of-Age-Geschichte mit wichtigen Themen und einer beeindruckenden Charakterentwicklung. Leider konnten mich weder die Handlung noch die Hauptfiguren emotional erreichen. Deshalb vergebe ich 2,5 von 5 Sternen.