Eindringlich, menschlich und ohne Kitsch
In „All die Farben, all das Licht“ nimmt uns Cora Wucherer mit in die Welt zweier Schwestern: Die 17-jährige Juna möchte Malerin werden, verliert jedoch nach und nach ihr Augenlicht. Die 13-jährige Martha versucht derweil verzweifelt, in der Familie nicht unsichtbar zu werden, da die Trauer des Vaters und Junas Krankheit den gesamten Alltag einnehmen. Erst eine gemeinsame, hürdenreiche Reise bringt die beiden einander näher.
Der Roman glänzt durch seine tiefgründige Figurenentwicklung. Junas Verzweiflung ist ebenso spürbar wie Marthas Befreiungsschlag. Dass mir beide Schwestern nicht durchgehend sympathisch waren, empfand ich als echtes Plus – es macht die Charaktere lebendig, unperfekt und greifbar. Manchmal sind es gerade die sperrigen Charaktere, die eine Geschichte so echt machen.
Ein bildstarkes und ehrliches Buch, das berührt, ohne wehleidig zu wirken.
Der Roman glänzt durch seine tiefgründige Figurenentwicklung. Junas Verzweiflung ist ebenso spürbar wie Marthas Befreiungsschlag. Dass mir beide Schwestern nicht durchgehend sympathisch waren, empfand ich als echtes Plus – es macht die Charaktere lebendig, unperfekt und greifbar. Manchmal sind es gerade die sperrigen Charaktere, die eine Geschichte so echt machen.
Ein bildstarkes und ehrliches Buch, das berührt, ohne wehleidig zu wirken.