Geschwisterliebe,- und Rivalität

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klassikfan Avatar

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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut , hatte hohe Erwartungen und es hat mich in keiner Weise enttäuscht.

Erzählt wird die Geschichte zweier Schwestern, Juna und Martha, bei der eine , Juna, an einer unheilbaren Krankheit leidet, dem Usher Syndrom. Bei dieser Erkrankung verliert man nach und nach sei Seh,- und Hörvermögen.

Auf sehr emphatische Weise erzählt die Autorin , was diese Situation mit der betroffenen Person, aber auch mit dem Geschwisterkind macht. Wie es die Familienkonstellationbeeinflusst und welche Konsequenzen es hat, bzw. haben kann.

Da ich selbst als Geschwisterkind einer kranken Schwester aufgewachsen bin, weiß ich, wieviel Aufmerksamkeit solch ein Geschwisterkind benötigt und zwangsläufig bekommt und wie sehr man sich in jungen Jahren zurückgesetzt fühlt und dann auch Gefühle der Ungerechtigkeit und Eifersucht aufkommen können und wie sehr solch eine Situation die ganze Familie belastet.
Umso schöner war es hier zu beobachten, wie sehr sich diese Rivalität in eine enge Bindung verwandeln kann, was der Autorin sehr gut gelungen ist in der Darstellung.

Ein Buch das berührt und im Gedächtnis bleibt.