Gutes Debüt, das mich emotional leider nicht abholen konnte
In All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer geht es um eine komplexe und komplizierte Schwesternbeziehung. Junas und Marthas Leben sind von Verlust geprägt. Von dem Verlust ihrer Mutter, dem Verlust einer liebevollen Schwesternbeziehung und Junas Verlust ihres Sehvermögens durch das Usher-Syndrom.
Damit bringt Wucherer viele Themen auf gerade mal 320 Seiten, die aber alle ihren Platz in der Geschichte finden und diese nicht überladen. Obwohl im Zentrum des Romans wohl die Schwesternbeziehung steht, finde ich Junas Liebe zur Malerei und zu ihrer liebsten Künstlerin Lotte Laserstein am besten ausgearbeitet. Diese tiefe Auseinandersetzung hätte ich mir auch für die anderen Kernthemen gewünscht. Vermutlich macht sich hier bemerkbar, dass Wucherer unter anderem Kunst studiert hat.
Insgesamt bin ich total hin- und hergerissen: zum einen schwankt die Geschichte für mich zwischen Authentizität und Klischee, zum anderen hat sie auch emotional leider nichts mit mir gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass neben den ganzen beschriebenen Themen die emotionale Ebene etwas zu oberflächlich betrachtet wurde. Es wurde zwar benannt, was in den Schwestern vorgeht, aber darüber hinaus nicht tiefergehend gezeigt, sodass die Emotionen nicht bei mir angekommen sind. Vielleicht ist dies aber auch symptomatisch für die unterdrückten Emotionen innerhalb der Familie nach dem Tod der Mutter. Mir persönlich fehlte damit aber etwas.
Am Ende hätte ich mir zudem gewünscht oder gar erwartet, dass Juna und Martha noch stärker zusammengewachsen wären - was sie sehr wahrscheinlich auch noch werden - aber ich hätte sie gerne dabei verfolgt.
Da ich so viele Empfehlungen zu dem Buch gesehen habe und wie berührend es sein soll, wurden meine hohen Erwartungen leider enttäuscht. Auch wenn das Buch auf keinen Fall schlecht ist, im Gegenteil ein wirklich gut recherchierter Debütroman mit wichtigen Themen, wurde das große, vor allem emotionale Potential nicht ausgeschöpft. Von mir bekommt All die Farben, all das Licht damit 3,5 Sterne.
Damit bringt Wucherer viele Themen auf gerade mal 320 Seiten, die aber alle ihren Platz in der Geschichte finden und diese nicht überladen. Obwohl im Zentrum des Romans wohl die Schwesternbeziehung steht, finde ich Junas Liebe zur Malerei und zu ihrer liebsten Künstlerin Lotte Laserstein am besten ausgearbeitet. Diese tiefe Auseinandersetzung hätte ich mir auch für die anderen Kernthemen gewünscht. Vermutlich macht sich hier bemerkbar, dass Wucherer unter anderem Kunst studiert hat.
Insgesamt bin ich total hin- und hergerissen: zum einen schwankt die Geschichte für mich zwischen Authentizität und Klischee, zum anderen hat sie auch emotional leider nichts mit mir gemacht. Ich hatte das Gefühl, dass neben den ganzen beschriebenen Themen die emotionale Ebene etwas zu oberflächlich betrachtet wurde. Es wurde zwar benannt, was in den Schwestern vorgeht, aber darüber hinaus nicht tiefergehend gezeigt, sodass die Emotionen nicht bei mir angekommen sind. Vielleicht ist dies aber auch symptomatisch für die unterdrückten Emotionen innerhalb der Familie nach dem Tod der Mutter. Mir persönlich fehlte damit aber etwas.
Am Ende hätte ich mir zudem gewünscht oder gar erwartet, dass Juna und Martha noch stärker zusammengewachsen wären - was sie sehr wahrscheinlich auch noch werden - aber ich hätte sie gerne dabei verfolgt.
Da ich so viele Empfehlungen zu dem Buch gesehen habe und wie berührend es sein soll, wurden meine hohen Erwartungen leider enttäuscht. Auch wenn das Buch auf keinen Fall schlecht ist, im Gegenteil ein wirklich gut recherchierter Debütroman mit wichtigen Themen, wurde das große, vor allem emotionale Potential nicht ausgeschöpft. Von mir bekommt All die Farben, all das Licht damit 3,5 Sterne.