Mitfühlen

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nähpummelchen Avatar

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Das Cover erinnert schmerzhaft an das Schicksal, das Juna mit ihrer Krankheit ereilen wird. Man sieht darauf ein junges Mädchen mit einer besonders hervorstechenden Augenfarbe. Genau diese schönen Augen sind Junas Bedrohung, denn die verliert immer schneller ihr Sehvermögen und ist jetzt schon im Alltag immer häufiger auf Hilfe angewiesen.
Hingehen kämpft ihre jungere Schwester Martha mit ganz anderen Herausforderungen, denn Junas Krankheit nimmt in der Familie so viel Raum ein, dass sie ein wenig daraus ausbrechen will, etwas Freiheit finden will, etwas mehr sie sein will. Sie trickst sich in einen Job im Kino, obwohl sie noch zu jung dafür ist. Sie lernt da ein Mädchen kennen und erkennt, dass sie sie mehr mag als sie das bei anderen Menschen bisher erlebt hat. Wir dürfen Martha ein kleines Stück beim Großwerden begleiten. Trotzdem muss ich feststellen, dass mir in den Teilen des Buches, die von Martha erzählt wurden, ein wenig Authentizität fehlt, denn die Gedankengänge und Sprache, die verwendet werden, passen nicht zu einer dreizehnjährigen.
Es war wunderbar, zu lesen, wie im Verlaufe des Buches aus den beiden Schwestern ein wir geworden ist, die gemeinsam gestärkt in ihre sich erschwerende und verändernde Zukunft blicken können.