Nuancen der Geschwisterliebe

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Seit die 13 jährige Martha denken kann, steht sie im Schatten ihrer großen Schwester, die an einer einer seltenen Augenerkrankung leidet und stets im familiären Mittelpunkt steht. Juna ist 17, talentiert und möchte Künstlerin werden, doch in wenigen Wochen wird sie blind sein. In „All die Farben, all das Licht“ erzählt Cora Wucherer eine emotional kraftvolle Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eine Geschichte voller Liebe, Hoffnung, Kunst und mutigen Wünschen.

Trotz der teils schweren, aufgegriffenen Themen wie Trauer oder den Umgang eines jungen Mädchens mit einer unheilbaren Krankheit, ist Cora Wucherers Schreibstil dennoch locker und leicht, doch nicht weniger ergreifend. Aus Sicht beider Schwestern werden sämtliche Themen wie Familie, die gegenseitige Konkurrenz, aber auch Freundschaft, Liebe, sowie Unabhängigkeit und Zukunftswünsche beschrieben, wodurch sie sehr greifbar werden und die unterschiedliche Problematik und Schwierigkeit des Miteinanders sehr anschaulich wird.
Wobei mich, als kunstbegeisterter Mensch, besonders Junas Liebe und Leidenschaft für die Kunst berührt hat. Ich habe übrigens das wundervoll eingesprochene Hörbuch gehört, das ich auch nur wärmstens empfehlen kann.

Fazit: Ein - in jeder Hinsicht - überaus ausdrucksstarkes, ergreifendes Buch, das mal leicht, mal schwer daherkommt und somit sämtliche Gefühls-Nuancen erreicht. Für mich war es ein wahres Lese-, bzw. Hör-Highlight!