Rivalität und Sehnsucht
Ich kenne viele Schwestern, bei denen Rivalität im Vordergrund steht und die sich oberflächlich betrachtet nicht besonders gut verstehen. Auch in ihrem Debütroman All die Farben, all das Licht erzählt Caro Wucherer von zwei Schwestern, zwischen denen die Nähe fehlt und die doch auf ihre ganz eigene Weise miteinander verbunden sind.
Die 17-jährige Juna leidet am Usher-Syndrom, einer Erkrankung, die ich vor der Lektüre noch nicht kannte und die dazu führen wird, dass sie in naher Zukunft erblindet. Ihr ganzer Lebensinhalt ist die Malerei. Sie ist für Juna so viel mehr als ein Hobby, und sie möchte die verbleibende Zeit nutzen, um möglichst viel zu erleben. Allerdings empfand ich sie häufig als unsympathisch und egoistisch, auch wenn sich ihr Verhalten angesichts ihrer Erkrankung und der damit verbundenen Ängste zumindest teilweise nachvollziehen lässt.
Ihre jüngere Schwester Martha ist ganz anders. Sie möchte Juna nahe sein, stößt bei ihr jedoch immer wieder auf Ablehnung. Obwohl Martha gesund ist, fühlt sie sich für ihren Vater und ihre Mitmenschen oft unsichtbar. Auch sie hat Wünsche, Träume und Ängste, die viel zu wenig Beachtung finden.
Durch die abwechselnden Perspektiven der beiden Schwestern erhalte ich tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Dabei werde ich Zeugin einiger einschneidender Veränderungen, die mich emotional berührt haben.
Caro Wucherer nimmt mich mit auf eine bewegende Reise, ohne dabei in Kitsch abzudriften. Ihr Schreibstil ist klar, ruhig und unaufgeregt, wodurch die Gefühle und Konflikte der beiden Schwestern umso eindringlicher zur Geltung kommen. Auch das offene Ende hat mich überzeugt. Es lässt Raum für eigene Gedanken und hat mich mit der Geschichte versöhnt.
Ein emotionales Debüt über Geschwisterliebe, Rivalität und den Wunsch, gesehen und verstanden zu werden.
Die 17-jährige Juna leidet am Usher-Syndrom, einer Erkrankung, die ich vor der Lektüre noch nicht kannte und die dazu führen wird, dass sie in naher Zukunft erblindet. Ihr ganzer Lebensinhalt ist die Malerei. Sie ist für Juna so viel mehr als ein Hobby, und sie möchte die verbleibende Zeit nutzen, um möglichst viel zu erleben. Allerdings empfand ich sie häufig als unsympathisch und egoistisch, auch wenn sich ihr Verhalten angesichts ihrer Erkrankung und der damit verbundenen Ängste zumindest teilweise nachvollziehen lässt.
Ihre jüngere Schwester Martha ist ganz anders. Sie möchte Juna nahe sein, stößt bei ihr jedoch immer wieder auf Ablehnung. Obwohl Martha gesund ist, fühlt sie sich für ihren Vater und ihre Mitmenschen oft unsichtbar. Auch sie hat Wünsche, Träume und Ängste, die viel zu wenig Beachtung finden.
Durch die abwechselnden Perspektiven der beiden Schwestern erhalte ich tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Dabei werde ich Zeugin einiger einschneidender Veränderungen, die mich emotional berührt haben.
Caro Wucherer nimmt mich mit auf eine bewegende Reise, ohne dabei in Kitsch abzudriften. Ihr Schreibstil ist klar, ruhig und unaufgeregt, wodurch die Gefühle und Konflikte der beiden Schwestern umso eindringlicher zur Geltung kommen. Auch das offene Ende hat mich überzeugt. Es lässt Raum für eigene Gedanken und hat mich mit der Geschichte versöhnt.
Ein emotionales Debüt über Geschwisterliebe, Rivalität und den Wunsch, gesehen und verstanden zu werden.