Sehr eindrucksvolles Debüt

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bücherwurm<3 Avatar

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All die Farben, all das Licht beinhaltet 320 Seiten. Es ist ein Debütroman über zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, einen Roadtrip und die Frage, wie man weiterlebt, wenn sich alles ändert.
Wir begegnen in dieser Geschichte Juna. Sie ist 17 Jahre alt und will trotz ihrer Krankheit, dem Usher - Syndrom, das zu Blindheit führen wird, um jeden Preis Malerin werden. Martha ist 13 Jahre jung, sie versucht alles, um aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Sie leben mit ihrem Vater zusammen, sprechen sehr wenig miteinander, nur das Nötigste. Es ist eine stille Gemeinschaft. Die Mama und Ehefrau ist bei der Geburt von Martha verstorben. Durch die Stille verarbeiten sie ihre Trauer. Ihr Leben ist nicht immer einfach, aber sie versuchen das Beste daraus zu machen. Die Mädels mit ihren engsten Freunden, der Vater stürzt sich in die Arbeit, aber auch er hat einen guten Freund, noch aus jungen Jahren. Es ist wieder Zeit, eine Kontrolluntersuchung steht bei Juna an. Sie fällt nicht gut aus, die Krankheit schreitet voran, wie viel Zeit bleibt Juna noch? Vielleicht nur noch der eine Sommer, der gerade beginnt. Was wird aus ihren Träumen? Juna verfolgt ihren Traum weiter, besucht Malkurse, ihr Vorbild ist dabei Lotte Laserstein, sie möchte werden wie sie. Martha dagegen will gesehen, anerkannt werden und unabhängig sein. Auch sie hat Träume. Martha traut sich was, sie geht als Juna im Kino arbeiten, spart das Geld. Nachdem sie erfährt, was mit ihrer Schwester los ist, kauft sie Tickets und bucht eine Reise nach Schweden nach Malmö, wo die Künstlerin gerade eine Ausstellung bietet. Sie möchte Juna eine Freude machen. Das Abenteuer beginnt, es wird eine ungeahnte Herausforderung. Beide können nur Schulenglisch und bei Papa haben sie geflunkert. Er weiß nicht, wo die beiden wirklich sind. Sie geraten an die Grenzen dessen, was sie voneinander zu wissen glaubten. Papa muss bei einem unerwarteten Zwischenfall nach Schweden anreisen.
In der Geschichte werden viele Themen angesprochen: Familienzusammenhalt , Freundschaft, Liebe, Unterstützung, Konkurrenz, Trauer, der Umgang mit einer unheilbaren Krankheit. Es muss so einiges bewältigt werden. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und unterhaltsam. Es gibt 30 Kapitel und diese sind in 3 Abschnitte unterteilt. Es wird aus der Perspektive der beiden Schwestern erzählt. Der bildhafte Schreibstil schildert Bilder, Personen und das Setting hervorragend. Die Charaktere wirken lebensecht und authentisch, auch die Nebencharaktere geben ein gutes Bild ab. Am Ende nehmen die Wendungen nochmal ihren Lauf und die Geschichte endet komplett anders als, ich gedacht hätte. Es wird emotional und interessant zugleich.
Würde diesem Buch vier Sterne geben und es definitiv als Sommerbuch weiterempfehlen.