Träume nicht aufgeben

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coffee2go Avatar

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Der Roman beginnt einführend, der Stil wirkt zu Beginn etwas holprig und unsicher, aber mit der Zeit steigert er sich enorm und wird immer spannender, sodass ich am Ende fast traurig war, dass ich die Geschichte von Juna und Martha nun nicht mehr weiterverfolgen kann. Sehr schön finde ich, wie man die Beziehung zwischen den beiden Schwestern spürt, vor allem die Entwicklung und wie sie sich öffnen und zum Positiven verändern. Am Anfang besteht der Alltag aus Konkurrenz, getrennte Wege, Schweigen und zum Ende hin sind sie eine Einheit, teilweise auch mit dem Vater. Vor allem die Entwicklung von Martha in ihren jungen Jahren ist beeindruckend, sie hat sich von einem Jahr auf das andere komplett gewandelt. Juna wird zu Beginn auf ihre Krankheit reduziert, der gesamte Alltag ist drumherum ausgerichtet, was ich einerseits sehr gut nachvollziehen kann, da es ein einschneidendes Erlebnis ist, in so jungen Jahren und so rasch das Augenlicht zu verlieren. Juna hat auch das Gefühl, dass ihr die Zeit davonläuft und sie ihre Wünsche und Träume nicht mehr erfüllen kann. Am Schluss hatte ich aber das Gefühl einer positiven Aufbruchsstimmung, indem sich Juna nicht unterkriegen lässt, neue Wege, auch für ihre Kunst entdeckt und ihr Umfeld nicht mehr ausschließt, sondern einbezieht. Das Thema der Malerei und Kunst nimmt einen wichtigen Stellenwert im Roman ein, vor allem die Werke und das Leben von Lotte Laserstein. Auch Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil des Alltages und bewirkt etwas, gerade in schwierigen Situationen sollte man nicht immer alles mit sich allein ausmachen und allein bewältigen müssen. Träume soll man niemals loslassen, auch wenn sie unerreichbar scheinen und genau das versucht Juna nun umzusetzen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit dem Schreibstil, dem Roman und dem Kennenlernen der beiden Schwestern und würde mich freuen, noch viel von der Autorin zu hören bzw. zu lesen.