Trotz allem Schwestern

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luise43 Avatar

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"All die Farben, all das Licht" von Cora Wucherer ist ein bildgewaltiger Roman. Er erzählt uns die Geschichte zweier Schwestern, die sich auf einem ungewöhnlichen Weg näherkommen.
Juna ist 17 und möchte Künstlerin werden, sie möchte malen, so wie ihr Idol, Lotte Laserstein. Allerdings leidet sie unter einer Erkrankung, die ihr nach und nach ihr Augenlicht nimmt.
Martha ist 13 und möchte nicht mehr übersehen werden. Der Vater steckt noch in der Trauer um die verlorene Mutter fest und der Rest seiner Energie geht für Junas Erkrankung drauf.
Martha besorgt sich in einem Kino einen Job und damit ihr eigenes Geld.
Sehr eindringlich dargestellt ist Junas Wut, ihre Zweifel und auch, wie Martha immer wieder hintenangestellt wird.
Die Situation eskaliert, als Juna erfährt, ihr bleibt nur noch wenig Zeit zu sehen. Und nun ist es ausgerechnet Martha, die ihr ihren größten Wunsch erfüllt und die beiden Schwestern begeben sich auf eine Reise, gemeinsam.
Es läuft nicht alles glatt und doch kommen sie sich näher, lernen sich besser zu verstehen.
Das Buch erzählt sehr eindrücklich, sehr menschlich, es wird trotzdem nie wehleidig. Man kann Gefühle und Reaktionen immer gut nachvollziehen.
Beide Schwestern waren mir nicht wirklich sympathisch und gerade das machte für mich den Reiz der Erzählung aus, machte sie menschlich.