Wenn eine Krankheit das Leben bestimmt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
nanacookie Avatar

Von

Die 17-jährige Juna leidet an dem seltenen Usher-Syndrom. Sie wird immer weniger sehen können, bis sie vielleicht sogar ganz erblindet. Die Diagnose ist schon schwer genug, aber sie bedroht auch Junas großen Traum: eine bekannte Malerin wie ihr Vorbild Lotte Laserstein zu werden. Ihre kleine Schwester Martha stand schon immer im Schatten von Junas Krankheit. Doch dieser Sommer wird ihrer: neue Freunde, die erste Liebe und Abenteuer. 

Es fällt anfangs schwer die beiden Schwestern zu mögen. Juna ist sehr selbstzentriert, launisch und vor allem zu Martha ziemlich gemein. Aber sie hat auch mit einer schweren Diagnose zu kämpfen, die ihr Leben verändert. Martha kann selbstbewusst sein, ist oft aber auch leidlich und hat keine gute Meinung von ihrer Schwester. Das Verhältnis der beiden zueinander ist angespannt und das merkt man ziemlich deutlich.

In der Geschichte geht es zwar viel um Juna, ihre Erkrankung und wie sie damit umgeht, welche Herausforderungen sie hat, wie es sie einschränkt und wie es ihre Zukunft beeinflusst. Es geht aber auch viel um das Verhältnis der beiden Schwestern, wie die Krankheit Einfluss darauf genommen hat und noch immer darauf nimmt. Wie sie sich versuchen einander anzunähern, aber oft an sich oder der anderen scheitern. 

Es geht auch um Freundschaft, die (erste) Liebe und das Erwachsenwerden mit all seinen Tücken. 

Zuerst klingt es nach einer traurigen Geschichte durch Junas Krankheit, aber der Humor kommt nicht zu kurz. Es gibt viele Lichtblicke durch verschiedene Situationen, die auftreten. 

Das Ende ist fast versöhnlich, auch wenn man nicht erfährt, wie es wirklich mit Juna ausgeht. Was auch nicht schlimm ist, so kann man sich selbst Gedanken darüber machen, wie es mit Juna weitergeht. Es ist leider auch nicht so schlimm, da mir die Charaktere bis zum Schluss nicht wirklich ans Herz gewachsen sind und ich nicht ganz mit ihnen mitfühlen konnte.