Wunderschöne Geschichte über die Beziehung zweier, sehr unterschiedlicher Schwestern
Bewertung: 4,25 Sterne
In dem Buch "All die Farben, all das Licht" von Cora Wucherer wird die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die sich über einen langen Zeitraum immer weiter voneinander entfernt haben, obwohl sie auf engstem Raum miteinander wohnen. Beide leben mit ihrem alleinerziehenden Vater in München, teilen sich ein Zimmer und wachsen in einem Haushalt auf, in dem keine gute Kommunikation herrscht. Juna, die ältere Schwester mit 17 Jahren, leidet an einer seltenen Krankheit, dem Usher-Syndrom, das dafür sorgt dass sie schwerhörig ist und nach und nach erblindet. Zudem ist Juna eine begnadete Künstlerin, die hart arbeitet und deshalb die Diagnose nur schwer verkraften kann. Martha, die 13 Jahre alt ist, kämpft um ihre Unabhängigkeit und darum, aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Durch die fehlende Kommunikation entstehen immer wieder Konflikte zwischen den Schwestern, die bei einer gemeinsamen Reise an die Oberfläche kommen.
Ins Auge gesprungen ist mir das Buch durch das Cover. Das gemalte Bild von einem Mädchen mit strahlend blauen Augen ist sehr interessant und lässt das Buch aus der Masse stechen. Zudem male ich selbst gerne und war somit auch an diesem Thema interessiert.
Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Sowohl Juna als auch Martha waren beide sehr realitätsnah beschrieben. Alle Gedankengänge, die wie ein innerer Monolog beschrieben wurden, waren nachvollziehbar und schlüssig, sodass man als Leser den Eindruck hatte, in die Köpfe von realen Menschen zu schauen.
Ich finde auch gut, dass beide Schwestern und auch der Vater die Möglichkeit bekommen haben, ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen. Ich glaube das hat stark dazu beigetragen, dass man sich als Leser trotz der großen Unterschiede der beiden Schwestern ohne Probleme in beide hineinversetzen und beide verstehen konnte.
Die Spannungskurve war auch sehr gut ausgearbeitet und hat dafür gesorgt, dass ich das Buch in zwei Tagen vollständig gelesen habe.
Kein Abschnitt war je langweilig und die Konflikte haben dafür gesorgt dass man mit den Charakteren mitgefiebert hat.
Als einzigen Kritikpunkt kann ich anbringen, dass im Buch teilweise Umgangssprache verwendet wird. Ich gehe davon aus, dass das so mit Absicht von der Autorin gewählt wurde, damit man sich den Charakteren näher fühlt, was auch gut funktioniert hat. Wenn man das allerdings nicht gewöhnt ist, so wie ich, kann das im ersten Augenblick etwas fremd wirken.
Generell kann ich das Buch jedem empfehlen, der noch ein gutes, entspanntes Buch für den Sommer sucht. Durch das Setting in den Sommerferien eignet es sich perfekt für die Jahreszeit.
Wer eine schöne Geschichte über die Beziehung zwischen zwei sich immer weiterentwickelnden und verändernden Schwestern lesen möchte, ist hiermit auf jeden Fall sehr gut bedient.
Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und Vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!
In dem Buch "All die Farben, all das Licht" von Cora Wucherer wird die Geschichte zweier Schwestern erzählt, die sich über einen langen Zeitraum immer weiter voneinander entfernt haben, obwohl sie auf engstem Raum miteinander wohnen. Beide leben mit ihrem alleinerziehenden Vater in München, teilen sich ein Zimmer und wachsen in einem Haushalt auf, in dem keine gute Kommunikation herrscht. Juna, die ältere Schwester mit 17 Jahren, leidet an einer seltenen Krankheit, dem Usher-Syndrom, das dafür sorgt dass sie schwerhörig ist und nach und nach erblindet. Zudem ist Juna eine begnadete Künstlerin, die hart arbeitet und deshalb die Diagnose nur schwer verkraften kann. Martha, die 13 Jahre alt ist, kämpft um ihre Unabhängigkeit und darum, aus dem Schatten ihrer begabten Schwester zu treten. Durch die fehlende Kommunikation entstehen immer wieder Konflikte zwischen den Schwestern, die bei einer gemeinsamen Reise an die Oberfläche kommen.
Ins Auge gesprungen ist mir das Buch durch das Cover. Das gemalte Bild von einem Mädchen mit strahlend blauen Augen ist sehr interessant und lässt das Buch aus der Masse stechen. Zudem male ich selbst gerne und war somit auch an diesem Thema interessiert.
Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Sowohl Juna als auch Martha waren beide sehr realitätsnah beschrieben. Alle Gedankengänge, die wie ein innerer Monolog beschrieben wurden, waren nachvollziehbar und schlüssig, sodass man als Leser den Eindruck hatte, in die Köpfe von realen Menschen zu schauen.
Ich finde auch gut, dass beide Schwestern und auch der Vater die Möglichkeit bekommen haben, ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive zu erzählen. Ich glaube das hat stark dazu beigetragen, dass man sich als Leser trotz der großen Unterschiede der beiden Schwestern ohne Probleme in beide hineinversetzen und beide verstehen konnte.
Die Spannungskurve war auch sehr gut ausgearbeitet und hat dafür gesorgt, dass ich das Buch in zwei Tagen vollständig gelesen habe.
Kein Abschnitt war je langweilig und die Konflikte haben dafür gesorgt dass man mit den Charakteren mitgefiebert hat.
Als einzigen Kritikpunkt kann ich anbringen, dass im Buch teilweise Umgangssprache verwendet wird. Ich gehe davon aus, dass das so mit Absicht von der Autorin gewählt wurde, damit man sich den Charakteren näher fühlt, was auch gut funktioniert hat. Wenn man das allerdings nicht gewöhnt ist, so wie ich, kann das im ersten Augenblick etwas fremd wirken.
Generell kann ich das Buch jedem empfehlen, der noch ein gutes, entspanntes Buch für den Sommer sucht. Durch das Setting in den Sommerferien eignet es sich perfekt für die Jahreszeit.
Wer eine schöne Geschichte über die Beziehung zwischen zwei sich immer weiterentwickelnden und verändernden Schwestern lesen möchte, ist hiermit auf jeden Fall sehr gut bedient.
Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und Vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!