Zwischen Krankheit und Hoffnung

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Zwei sehr unterschiedliche Schwestern mit einem Altersunterschied von 4 Jahren (13, 17) wohnen mit ihrem verwitweten Vater in einer kleinen Wohnung in München und teilen sich ein Zimmer. Die Ältere leidet sehr darunter, dass sie aufgrund einer Krankheit erblinden wird. Dadurch immer behütet, fühlt sich die Jüngere nicht richtig beachtet, was sich in ihrem Verhalten der Schwester gegenüber äußert. Als talentierte Malerin interessiert sich die 17jährige insbesondere für ein Bild von Lotte Laserstein. Als sich die Gesundheitsprognose drastisch verschlechtert, reisen die beiden nach Malmö, um dort das Bild der Malerin anzuschauen.

Dieser Debütroman ist sehr einfühlsam erzählt. Die Autorin gibt beiden Schwestern eine Stimme, abwechselnd und aus ihrer jeweiligen Sicht. Die Unterschiedlichkeit der beiden kommt so hervorragend zum Ausdruck. Ob Ängste, Hoffnung oder Schmerz, die Themen betreffen nicht nur die Schwestern, sondern auch den Vater. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich habe mitgelitten, auch weil die Charaktere authentisch sind. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit ist äußerst sensibel und das Krankheitssymptom gut recherchiert. Es gibt eine klare Leseempfehlung von mir.