Emotional

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erkangrn Avatar

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All the Way to the River von Elizabeth Gilbert ist kein leichter Lesestoff, sondern ein offenes, intensives Memoir, in dem sie ihre vielleicht persönlichste Geschichte erzählt: die tiefgehende Beziehung zu Rayya Elias, die zunächst Freundschaft und später eine leidenschaftliche Partnerschaft war, und die Konfrontation mit Sucht, Krankheit und dem unausweichlichen Abschied. Die Autorin, die durch Bestseller wie Eat Pray Love weltbekannt wurde, rückt hier Liebe, Verlust und Selbstbefreiung in den Mittelpunkt und macht das mit einer schonungslosen Ehrlichkeit, die mich beim Lesen immer wieder innehalten ließ.

Die Beziehung zwischen Gilbert und Rayya beginnt im Jahr 2000 und entwickelt sich zu einer tiefen Verbindung zweier Menschen, die einander intensiv lieben, aber auch in ihren eigenen Abhängigkeiten und Verletzlichkeiten gefangen sind. Als Rayya später eine schwere Krebsdiagnose erhält und die beiden gemeinsam durch Schmerz, Arztbesuche, Verzweiflung und einige ihrer dunkelsten Momente gehen, wird klar, wie sehr Liebe und Leid hier miteinander verflochten sind. Gilbert beschreibt nicht nur den Glanz dieser Beziehung, sondern auch die Schattenseiten, Sucht, Rückfälle und das Ringen um Kontrolle und Nähe, was der Geschichte eine enorme emotionale Wucht verleiht.